SPD im Bielefelder Ortsteil Jöllenbeck unternimmt Vorstoß zur Beruhigung der Anwohnerstraße
Weniger Durchfahrten im Hüttensiek

Bielefeld (WB). Die Straße Am Hüttensiek ist eine kleine Anwohnerstraße in Vilsendorf, die parallel zur Vilsendorfer Straße verläuft. Doch seit der Öffnung der Straße Limbrede und damit zum Epiphanienweg an der Kreuzung zur Vilsendorfer Straße, hat der Verkehr dort zugenommen. Deshalb hat die SPD-Fraktion in der Bezirksvertretung Jöllenbeck nun einen Vorstoß unternommen, die Zahl der Autos, die durch die Anwohnerstraße fahren, zu reduzieren und für mehr Verkehrssicherheit zu sorgen. Geprüft werden sollen dafür unter anderem eine Einbahnstraßenregelung und die Ausweisung einer Spielstraße.

Donnerstag, 16.04.2020, 15:00 Uhr aktualisiert: 16.04.2020, 16:00 Uhr
Geprüft werden soll laut SPD, ob der Hüttensiek zur Einbahnstraße oder zu einer Spielstraße werden kann. Foto: Thomas F. Starke
Geprüft werden soll laut SPD, ob der Hüttensiek zur Einbahnstraße oder zu einer Spielstraße werden kann. Foto: Thomas F. Starke

Hintergrund ist, so Doris Brinkmann, SPD-Fraktionsvorsitzende in der Jöllenbecker Bezirksvertretung, dass die Häuser, die in der Verlängerung des Epiphanienweges im Abschnitt zwischen der Grundschule Vilsendorf und der Limbrede neu gebaut wurden, nun fast alle fertig gestellt sind.

Liste mit Vorschlägen

Bei den Planungen für die Öffnung der Kreuzung Limbrede/Vilsendorfer Straße und für die Bebauung sei bereits darüber diskutiert worden, ob die Straße Am Hüttensiek nicht von einer Fahrtrichtung aus abgebunden werden sollte, um Durchgangsverkehr zu vermeiden.

Dies sei aber vom Amt für Verkehr verworfen worden, so Brinkmann. Stattdessen sei eine „Probezeit“ vereinbart worden, nach deren Ende die Lage neu beurteilt werden sollte. „Dies sollte jetzt zum Anlass genommen werden, die verschiedenen Möglichkeiten zu prüfen, um die Situation im Sinne der Anwohner zu verbessern“, heißt es in dem Antrag, den die SPD in der Sitzung der Bezirksvertretung Jöllenbeck in der vergangenen Woche hatte einbringen wollen und der nach dem Ausfall der Sitzung aufgrund der Corona-Krise nun später beraten werden muss.

Wie die Verkehrssituation entschärft werden könnte, dazu haben die Sozialdemokraten bereits eine Liste mit Vorschlägen erstellt, die nun von der Stadtverwaltung geprüft werden soll. Neben einer Einbahnstraßenregelung für den Hüttensiek, der Einrichtung einer verkehrsberuhigten Zone – also einer Spielstraße – ähnlich wie in der Limbrede und Hindernissen, durch die der Verkehr in der Straße „verschwenkt“ werden soll, sind dies Tempo-30-Piktogramme auf dem Epiphanienweg, Parkverbot auf beiden Seiten des Hüttensieks im Bereich der nördlichen gelegenen Einmündung der Straße Bardenhorst und durchgehend gepflasterte Gehwege an beiden Einmündungen in den Hüttensiek – das heißt längs des Epiphanienweges und der Bardenhorst.

Parkverbot soll helfen

Ziel sei es dabei, dass weniger Autofahrer den Hüttensiek als Durchgangsstrecke nutzten. Dies könne möglicherweise erreicht werden, indem zum Beispiel Pflanzinseln auf der östlichen Straßenseite an allen Straßenlaternen angelegt werden. Dadurch könnte der Hüttensiek wie eine verkehrsberuhigte Zone wirken, „selbst wenn dieser letzte Schritt nicht vollzogen werde“, heißt es in dem Antrag.

Mehr Sicherheit könnte es geben, wenn die Bürgersteige an beiden Einmündungen des Hüttensieks gepflastert und zusätzlich markiert würden, weil dann Autos langsamer in die Straße und wieder heraus fahren würden. Durch ein Parkverbot in diesem Bereich würde außerdem die Sicht verbessert, so der SPD-Antrag.

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