19 Einbrüche mit 200.000 Euro Schaden in Ostwestfalen-Lippe, Deutschland und Europa
Serieneinbrecher festgenommen – Autos mit GPS-Sender ausgespäht

Bielefeld/Gütersloh (WB/LaRo). 19 Einbrüche, 200.000 Euro Schaden: Die Polizei hat zwei Einbrecher festgenommen, die auch in Ostwestfalen-Lippe und in mehreren europäischen Ländern aktiv waren. Die Ermittlungen zu weiteren Bandenmitgliedern dauerten an, teilten die Staatsanwaltschaft Bielefeld und die Kreispolizeibehörde Gütersloh am Freitagvormittag mit.

Freitag, 17.04.2020, 09:36 Uhr aktualisiert: 17.04.2020, 12:06 Uhr
Symbolbild. Foto: dpa
Symbolbild. Foto: dpa

Ausgangspunkt der Ermittlungen ist eine Wohnung in Verl: Dort nahmen die Ermittler nach einem Einbruch die Spur der Täter auf. So entdeckten sie an einem Auto einen GPS-Sender, den die Verdächtigen angebracht hatten. Die Ermittelungen führten zu einer „Vielzahl an weiteren Fahrzeugen“, an denen Sender angebracht worden waren. Sie nutzen die Bewegungsdaten der Sender, um in Abwesenheit der Geschädigten in deren Häuser und Geschäfte einzubrechen.

Die Festgenommenen stehen in Verdacht, für 19 Wohnungs- und Geschäftseinbruchdiebstähle in Arnsberg, Bielefeld, Detmold, Dortmund, Düren, Gütersloh, Inden, Kamp-Lintfort, Korbach, Langenfeld, Leopoldshöhe, Paderborn, Rheda-Wiedenbrück, Willingen, Wuppertal und Würselen verantwortlich zu sein.

„Bei einem der Festgenommenen handelt es sich um einen 1971 in Serbien geborenen Mann“, heißt es in der Mitteilung. Es sei bereits mehrfach aufgrund ähnlicher Delikte in Erscheinung getreten ist. Er wurde auf frischer Tat bei einem versuchten Einbruch in Leopoldshöhe (Kreis Lippe) ertappt. Gegen ihn lag zudem ein belgischer Haftbefehl vor. Bei dem Einbruch in Leopoldshöhe wurde zudem ein weiterer Mann (50) aus Serbien festgenommen. Bei Durchsuchungen beschlagnahmte die Polizei einen BMW und Einbruchswerkzeug.

Die Gesamtsachschadensumme gibt die Polizei mit etwa 200.000 Euro an. Darüber hinaus lägen Hinweise auf weitere Einbruchsdelikte in den Niederlanden, Belgien, Frankreich, Luxemburg und Großbritannien vor. Im Zuge der Ermittlungen arbeitete die Polizei Gütersloh neben einigen umliegenden Behörden auch mit den belgischen Behörden zusammen.

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