Landgericht verhandelt gegen Bielefelder (54), der in Stadtbahn mit Bombe drohte
Gewalttäter soll in die Psychiatrie

Bielefeld (WB/hz). Ein offenbar psychisch kranker Bielefelder (54), der unter anderem mit einer Bombendrohung in einer Stadtbahn für viel Aufsehen gesorgt hatte, soll auf Dauer in eine geschlossene Fachklinik eingewiesen werden. Ein Unterbringungsverfahren gegen den Mann beginnt an diesem Dienstag vor der 21. Großen Strafkammer des Landgerichtes.

Dienstag, 21.04.2020, 06:00 Uhr
Das Landgericht Bielefeld Foto: Thomas F. Starke
Das Landgericht Bielefeld Foto: Thomas F. Starke

Der Beschuldigte soll an einer schizoaffektiven Störung leiden und bei Begehung sämtlicher vorgeworfener Taten im Zustand zumindest erheblich verminderter Schuldfähigkeit gehandelt haben, sagte Landgerichtssprecher Guiskard Eisenberg. Daher verfolge die Staatsanwaltschaft die Unterbringung des Bielefelders in einem geschlossenen psychiatrischen Krankenhaus. Derzeit sei der 54-Jährige vorläufig im Zentrum für Forensische Psychiatrie Lipp­stadt-Eickelborn untergebracht.

Dem Bielefelder wird vorgeworfen, am 7. Mai vergangenen Jahres in der unterirdischen Haltestelle Jahnplatz in einer Stadtbahn der Linie 1 seinen Koffer stehen gelassen und mit einer Bombe gedroht zu haben . Polizisten nahmen den seinerzeit gerade erst aus der Psychiatrie Gilead IV entlassen Mann kurz darauf am Jahnplatz fest. Der Inhalt seines Koffers war übrigens völlig harmlos.

Zudem soll der 54-Jährige im Oktober 2017 in einer Bäckerei und in einem Bus randaliert und dann alarmierte Polizisten angegriffen haben. Der Bielefelder soll auch im September 2018 einen Autofahrer unvermittelt attackiert und den Mann verletzt haben.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.
 
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7377132?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198387%2F2513179%2F
„Zuversicht und Vorsicht“
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn
Nachrichten-Ticker