Feuer im Buchenmischwald oberhalb der Hochlandrinder – Weiterer Einsatz in Sennestadt - +++ mit Fotostrecke +++
Waldbrand am Tierpark Olderdissen

Bielefeld (WB/cm). Die Bielefelder Brandbekämpfer sind am Vormittag zu brennendem Unterholz unweit des Tierparks gerufen worden. In einem Buchenmischwald oberhalb der Hochlandrinder brannte es auf schätzungsweise 35 Quadratmetern. Über eine 350 Meter lange Schlauchleitung wurde das Löschwasser zur Einsatzstelle im Wald gepumpt. Ein weiterer Einsatz beschäftigt die Feuerwehr in einem Waldstück in Sennestadt.

Mittwoch, 22.04.2020, 15:41 Uhr aktualisiert: 22.04.2020, 16:06 Uhr
Warum es in der Nähe des Tierparks Olderdissen gebrannt hat, ist noch unklar. Foto: Christian Müller
Warum es in der Nähe des Tierparks Olderdissen gebrannt hat, ist noch unklar. Foto: Christian Müller

»Eigentlich gilt für diesen Wald derzeit absolutes Betretungsverbot«, sagte Thomas Busche vom Umweltbetrieb der Stadt. Das Waldstück zwischen Tierpark und Botanischem Garten ist ein Naturschutzgebiet, welches unter der derzeitigen Trockenperiode leidet. »Wir haben eine hohe Waldbrandgefahr. Glücklicherweise hatte eine Spaziergängerin, die auf dem ausgeprägten Trampelpfad unterwegs war, die Feuerwehr rechtzeitig alarmiert«, erklärte Busche.

Akute Gefahr

Brandbekämpfer der Hauptwache und der Löschabteilungen Gadderbaum-Bethel und Großdornberg eilten gegen 10.50 Uhr zum Brandort und kämpften sich durch den Wald, sagte Einsatzleiter Jörn Bielinski. »Auf etwa 350 Metern wurden Löschrohre zum Brand verlegt. Auf der bergigen Strecke war das eine anstrengende Tätigkeit für die Kameraden. Durch das trockene Laub bestand zu Anfang eine akute Brandausbreitung.«

 

Das brennende Unterholz, Gestrüpp und Jungbäume wurden mit zwei C-Rohren abgelöscht. An einer Buche glomm es rund um den Stamm. Bis etwa 14 Uhr wurde der Waldboden mit Wasser getränkt. »Der Boden wurde oberflächig mit einer Stechschaufel umgegraben, um den besten Löscherfolg zu haben und eine erneute Brandausbreitung durch Glutnester zu verhindern. Mit einer Wärmebildkamera kontrollierten wir den Bereich«, sagte Bielinski.

Um nach der schweißtreibenden Arbeit wieder zu Kräften zu kommen, bestellte Jörn Bielinski kalte Getränke beim Verpflegungszug der Löschabteilung Jöllenbeck. »Besonders für die Freiwilligen, die mitunter aus ihrem Job kommen, ist das wichtig, da die 350 Meter Schlauch auch wieder eingerollt werden mussten.«

2000 Liter Wasser

Im Einsatz waren rund 25 Brandbekämpfer. Die Löschabteilung Großdornberg war gefordert, da sie ein geländefähiges Tanklöschfahrzeug mit 2000 Litern Wasser und den Schlauchwagen für größere Strecken bereitstehen haben. Auch das Pulvertanklöschfahrzeug der Hauptwache mit einem Fassungsvermögen von 4.800 Litern Wasser war im Einsatz am Tierpark.

Warum es zu dem Brand gekommen war, ist unklar. Thomas Busche erklärte, dass eine Glasscherbe unwahrscheinlich als Auslöser des Brandes ist, da der Brennglaseffekt durch die dichten Baumkronen unwahrscheinlich wäre. Eine achtlos weggeworfene Zigarettenkippe schien Umweltbetrieb und Feuerwehr als wahrscheinlicher.

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