Abschlussklassen in Bielefeld haben Unterricht wieder aufgenommen
Dieses Schulleben ist für alle ein völlig neues

Bielefeld (WB).Ein hoher organisatorischer Aufwand, der sich gelohnt hat – so lautet das Fazit mehrere Leiter Bielefelder Gymnasien zum Schulstart nach mehrwöchiger Corona-Zwangspause. Am Donnerstag hatten die Schulen für die Abschlussklassen wieder geöffnet, an den Gymnasien waren das die Jahrgangsstufen 12. Die Teilnahme war freiwillig, die meisten Schülerinnen und Schüler machten von dem Angebot Gebrauch.

Freitag, 24.04.2020, 07:00 Uhr
Dr. Julia Litz, Leiterin des Ceciliengymnasiums, zeigt zwei der Schilder, mit denen die Schülerinnen und Schüler auf die jetzt geltenden Bestimmung wie de Mindestabstand und die Laufwege hingewiesen werden.Foto: Thomas F. Starke
Dr. Julia Litz, Leiterin des Ceciliengymnasiums, zeigt zwei der Schilder, mit denen die Schülerinnen und Schüler auf die jetzt geltenden Bestimmung wie de Mindestabstand und die Laufwege hingewiesen werden. Foto: Thomas F. Starke

So waren am Ratsgymnasium 69 von 75 Schülern des Abiturjahrgangs erschienen, um sich auf die Prüfungen vorzubereiten. „Wir haben uns für die Durchführung des Unterrichts von allen Standards gelöst“, berichtet Schulleiter Hans-Joachim Nolting. In drei Blöcken werden die Schüler über den Tag verteilt unterrichtet, in kleinen Gruppen und mit viel Abstand. Auch in den Pausen hat die Schule dafür gesorgt, dass die Abstandsregeln eingehalten werden. So wurde der Schulhof in einzelne Zonen aufgeteilt, die jeweils bestimmten Schülergruppen zugeordnet sind.

Zehn in einem Raum

„Ruhig und gelassen,“ so Schulleiterin Caro Brauneis, war der Start im benachbarten Gymnasium am Waldhof. Dort machten etwa drei Viertel der etwa 100 Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 12 von dem Unterrichtsangebot Gebrauch. Maximal 25 Schüler befinden sich zeitgleich im Gebäude, weniger als zehn jeweils in einem Raum. Auch am Gymnasium am Waldhof wird in Blöcken unterrichtet. „Das ist auch für die Schüler eine ganz ungewohnte Situation. Sie gehen jedoch erstaunlich gelassen damit um“, erklärt Brauneis.

„Das war schon ein hoher organisatorischer Aufwand“, beschreibt Dr. Julia Litz, Leiterin des Ceciliengymnasiums, die Vorbereitung auf den Schulstart. Dort waren 70 von 95 Zwölftklässler zum Unterricht erschienen, wurden zeitversetzt unterrichtet. Besonders in den Leistungskursen bestehe ein großes Interesse, so Litz. „Die Schüler nehmen die Situation unterschiedlich wahr“, berichtet die Leiterin des „Ceci“. Einige hätten mit Verweis auf Eltern oder Großeltern, die einer Risikogruppe angehörten, von Unterrichtsangebot abgesehen, andere gingen locker und gelassen mit der Situation um. Die Lehrer tragen im Unterricht alle Masken, den Schülern sei dies auch empfohlen worden.

Probleme bei Prüfungen

Probleme gibt es jedoch an allen Schulen, an denen ein Sport-Leistungskurs angeboten wird. Die praktischen Abiturprüfungen können in den Mannschaftssportarten nicht durchgeführt werden, sie sollen durch eine mündliche Prüfung ersetzt werden. Und auch in den Einzelsportarten konnten sich die Schüler teilweise nicht entsprechend vorbereiten, da die Sportstätten gesperrt sind.

Eine Übersicht und Bilanz für ganz Bielefeld, wie viele Schülerinnen und Schüler am ersten Unterrichtstag genau wieder   in die Schulen gekommen sind und wie hoch die Zahl derjenigen war, die doch lieber zuhause geblieben sind, konnte die Stadt am Donnerstag noch nicht geben.

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