Büro legt Beleuchtungskonzept für Umgestaltung in Bielefelds Zentrum vor
Unterm Lichterhimmel des Jahnplatzes

Bielefeld (WB/MiS). Die Planer sind sich sicher: Beleuchtungskörper, die an einer Seilüberspannung angebracht sind, machen den neu gestalteten Jahnplatz noch transparenter und sorgen bei Nacht für ausreichend Helligkeit.

Freitag, 24.04.2020, 08:00 Uhr
Aus Sicht der Planer ermöglicht die Überspannung über den gesamten Platz eine präzise Positionierung der Beleuchtungskörper für die einzelnen Nutzungsbereiche. Grafik: Envue Homburg Licht Foto:
Aus Sicht der Planer ermöglicht die Überspannung über den gesamten Platz eine präzise Positionierung der Beleuchtungskörper für die einzelnen Nutzungsbereiche. Grafik: Envue Homburg Licht

Das Berliner Büro „Envue Homburg Licht“ hat jetzt seine ersten Entwürfe für das Beleuchtungskonzept des neu gestalteten Jahnplatzes vorgelegt. Danach können die Passanten künftig unter einem Lichterhimmel flanieren, wird der Platz auch für den Auto- und Radverkehr ansprechend ausgeleuchtet.

Die Planer haben bei ihren Überlegungen die Vor- und Nachteile einer klassischen Ausleuchtung mit Masten und einer mit Hilfe einer Seilüberspannung abgewogen.

Aus ihrer Sicht ermöglicht die Überspannung über den gesamten Platz eine präzise Positionierung der Beleuchtungskörper für die einzelnen Nutzungsbereiche. Masten soll es nur am Rande geben. So bleibe das volle Platzpanorama erlebbar, werde eine gute Orientierung ermöglicht. Schließlich sei das Konzept auch eine „Fortführung der Historie“. Die „Typologie der Überspannung“ bleibe erhalten.

Bei ihrem Beleuchtungskonzept treffen die Planer fünf Unterscheidungen. Die „Technische Überspannung“ soll dort greifen, wo der Verkehr fließt, Autos, Busse und Radler unterwegs sind. In den Fußgängerbereichen soll eine „objekthafte Überspannung“ eingesetzt werden. Nutzlicht und Effektbeleuchtung sollen dabei kombiniert werden, ein besonderes „Lichterlebnis“ vermitteln.

Unter den Haltestelledächern sollen die Lichtquellen aus Stanzungen im Blech erstrahlen, von außen nach innen eine geringer werdende Intensität haben.

Klassische Beleuchtungsmasten soll es nur am Rand geben, und auch die aufgestellten Bänke, das Stadtmobiliar, in das Beleuchtungskonzept einbezogen werden. Unter den Sitzflächen könnten LED-Leuchten angebracht werden.

Einen Eindruck davon, wie der Jahnplatz bald erstrahlen könnte, erleben Passanten schon jetzt in der Bahnhofstraße zwischen Arndt- und Karl-Eilers-Straße. Dort leuchtet seit den 90er Jahren bereits ein „Sternenhimmel“.

Die Politiker der Bezirksvertretung Mitte, die am kommenden Donnerstag wegen Corona wieder nur 15 Minuten lang tagen dürfen, können das Konzept nur zur Kenntnis nehmen. Im Stadtentwicklungsausschuss am 5. Mai soll es dann von den Planern ausführlich vorgestellt werden.

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