DSC unterstützt Masken-Produktion – „Diese Arbeit ist wichtig für die Klienten“
Arminia spendet Stoffe für Bethel

Bielefeld (WB). Mit einer spontanen Stoffspende unterstützt Arminia Bielefeld die Produktion von Schutzmasken in den von Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel.

Mittwoch, 29.04.2020, 16:02 Uhr aktualisiert: 29.04.2020, 16:04 Uhr
Esther Deppendorf, Nina Hennen und Gisela Ebel (von links) versorgen Arminia-Fans in Bethel mit Schutzmasken. Patrick Lippek (2. von rechts) brachte die Stoffspende des Fußball-Zweitligisten in der Einrichtung vorbei. Foto: Christian Weische
Esther Deppendorf, Nina Hennen und Gisela Ebel (von links) versorgen Arminia-Fans in Bethel mit Schutzmasken. Patrick Lippek (2. von rechts) brachte die Stoffspende des Fußball-Zweitligisten in der Einrichtung vorbei. Foto: Christian Weische

„Wenn ich schon eine Maske tragen muss, dann aber eine in Arminia-Farben!“ Diesen Satz hört Bethel-Mitarbeiterin Esther Deppendorf im Moment sehr oft. Die Ergotherapeutin hilft wie viele andere Mitarbeitende der Tagesgestaltenden Angebote während der Corona-Krise in den Wohnbereichen Bethels aus.

Im Unterstützten Wohnen am Bültmannshof in Bielefeld, einer Einrichtung mit 24 Plätzen für Menschen mit geistigen und mehrfachen Behinderungen, gibt es zahlreiche Arminia-Fans. „Die wollen natürlich einen Mund-Nase-Schutz in schwarz-weiß-blau, dafür brauchte ich händeringend passenden Stoff“, erzählt die gelernte Berufskleidungsschneiderin, die zusammen mit den Bewohnern die Masken näht.

„Diese Hilfe ist einfach sagenhaft!“

Dank der Stoffspende von Arminia Bielefeld ist der Nachschub nun gesichert. Arminia-Mitarbeiter Patrick Lippek brachte riesige Baumwollstoffballen sowie Arminia-Bettwäsche, Trikots und T-Shirts vorbei, die nun verarbeitet werden können. „Wir haben sofort alles zusammengesucht, was für die Produktion in Frage kommt, und freuen uns sehr, dass wir helfen können.“

Bethel-Bereichsleiterin Johanna Verwold nahm die Spende entgegen: „Diese Hilfe ist einfach sagenhaft! Jetzt kann es weitergehen. Die Arbeit ist sehr wichtig für das psychische Wohlbefinden unserer Klienten.“ Die gefertigten Masken kommen ausschließlich Bethel-Klienten zugute.

„Die Aktion ist einfach super“, freut sich auch Jacques Meyer-Kemper, Einrichtungsleiter am Bültmannshof. Da die Werkstätten für behinderte Menschen und auch die Tagesgestaltenden Angebote derzeit per Erlass des Gesundheitsministeriums geschlossen wurden und Besuche und Ausgang in den Einrichtungen zum Schutz der Risikogruppe nicht erlaubt sind, müssen die Bewohner rund um die Uhr, sieben Tage die Woche im Wohnheim bleiben und dort beschäftigt werden.

Das Maskennähen ist eine gute Abwechslung

„Da macht sich natürlich inzwischen ein Lagerkoller breit“, berichtet Jaques Meyer-Kemper. Das Maskennähen von Esther Deppendorf, das nur in Kleingruppen und mit dem nötigen Sicherheitsabstand untereinander angeboten wird, ist darum sehr willkommen.

Bewohnerin Gisela Ebel ist mit Begeisterung dabei. „Ich habe selbst früher 15 Jahre in einer Näherei gearbeitet, mit der Nähmaschine kann ich gut umgehen“, sagt sie. Ihre Mitbewohnerin Nina Hennen will nun ebenfalls mit der Arminia-Masken-Produktion starten. „Es ist eine ungewohnte Zeit, aber man muss das Beste draus machen“, sagt die 43-Jährige, die sonst auch oft Spiele in der Schüco-Arena besucht. „Hoffentlich können wir dann bald auch wieder mit der Mannschaft jubeln und den Aufstieg feiern.“

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