Bürgerpark: Wasserpest und Grünalge sind üppig gediehen
Im Teich muss gemäht werden

Bielefeld (WB). Es wuchert im Teich des Bürgerparks: Im unteren Bereich Richtung Stapenhorst­straße macht sich bereits die Grünalge breit, ansonsten gedeiht die Wasserpest allzu üppig: eine Folge des wochenlangen Sonnenscheins ohne Niederschläge.

Donnerstag, 30.04.2020, 11:00 Uhr
Grünalgen und Wasserpest fühlen sich offenbar wohl im Teich des Bürgerparks: Sie blühen regelrecht auf. Foto: Bernhard Pierel
Grünalgen und Wasserpest fühlen sich offenbar wohl im Teich des Bürgerparks: Sie blühen regelrecht auf. Foto: Bernhard Pierel

„Seit der Umgestaltung des Teichs vor drei Jahren haben wir das Problem, das Gewässer hat sein ökologisches Gleichgewicht noch nicht wiedergefunden“, erklärt Stefan Meyer von der Grünunterhaltung des Umweltbetriebes. Hinzu kommt, dass der Teich im Bürgerpark eben kein Natur- sondern ein Zierteich ist, der gepflegt werden muss. Und natürlich sorgt der Eintrag von Entenkot für eine Düngung und belastet das Entenfüttern wohlmeinender Spaziergänger das Gleichgewicht.

Die Grünalgen, erklärt Meyer, könnten die Mitarbeiter des Umweltbetriebes mit Harken aus dem Teich ziehen. „Sie schwimmen und haben keine Wurzeln.“ Anders sieht das mit der Wasserpest aus: Sie wurzelt im Grund des Teichs. „Mit Manpower ist ihr kaum beizukommen“, sagt Meyer.

Aktuell hat der Teich gutes und klares Wasser

Vermutlich Mitte Mai soll daher ein Spezialunternehmen die Wasserpest gehörig ausdünnen. Dazu wird der Teich von einem kleinen Boot mit einem Mähbalken befahren. Er rasiert die Wasserpest quasi ab, anschließend wird sie mit einem Rechen aus dem Teich geholt. „Das Material lassen wir dann einige Tage am Uferrand liegen, damit Käferchen und Insekten, die mit der Wasserpest herausgefischt worden sind, Zeit haben, wieder in den Teich zu krabbeln“, erklärt Meyer. Erst danach wird das Grünzeug abgefahren.

Tatsächlich, erklärt Meyer, ist die Wasserpest anders als ihr Name vermuten lässt – durchaus nützlich: „Sie sorgt für einen hohen Sauerstoffgehalt und Klarheit des Wassers.“ Zum Problem wird sie, wenn sie im Herbst allmählich abstirbt: „Dann zehren die Pflanzen Sauerstoff, und der Teich könnte kippen.“

Aktuell also hat der Teich durchaus gutes und klares Wasser, die starke Sonneneinstrahlung hat für extremes Pflanzenwachstum gesorgt. Deshalb muss aber nun regulierend eingegriffen werden. „Grundsätzlich versuchen wir, so wenig wie möglich einzugreifen, weil das natürlich auch den Teich aufwühlt“, betont Meyer und hofft, dass irgendwann, wenn der Teich sein Gleichgewicht gefunden habe, das kaum noch der Fall sein müsste.

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