Erwerbslosigkeit steigt wegen der Corona-Krise um 11,2 Prozent an
Kurzarbeit: 50.202 Menschen in Bielefeld betroffen

Bielefeld (WB/mdel). Die Corona-Krise hat deutliche Spuren auf dem Bielefelder Arbeitsmarkt hinterlassen. Im April verzeichnete die Arbeitsagentur einen Anstieg der Erwerbslosigkeit um 11,2 Prozent. Zudem waren im März und April 50.202 Menschen von Kurzarbeit betroffen.

Donnerstag, 30.04.2020, 14:29 Uhr aktualisiert: 30.04.2020, 14:32 Uhr
Wegen der Corona-Krise verzeichnete die Agentur für Arbeit in Bielefeld einen massiven Anstieg der Arbeitslosigkeit. Foto: Thomas F. Starke
Wegen der Corona-Krise verzeichnete die Agentur für Arbeit in Bielefeld einen massiven Anstieg der Arbeitslosigkeit. Foto: Thomas F. Starke

Insgesamt waren 15.040 Bielefelder arbeitslos gemeldet. Das sind 1519 Menschen mehr als im März. Die Arbeitslosenquote stieg von 7,5 auf 8,4 Prozent.

Nach Angaben von Arbeitsagentur-Leiter Thomas Richter machen sich die behördlichen verfügten Maßnahmen zum Gesundheitsschutz, Einbußen für die Gastronomie, den Handel und viele Dienstleister sowie eine größere Zurückhaltung der Konsumenten auf dem Arbeitsmarkt bemerkbar. Zudem hätten unter den erschwerten Umständen deutlich weniger Menschen den Weg zurück in die Arbeit gefunden. „Die Betriebe stellen momentan deutlich weniger ein“, erklärt Richter.

In Bielefeld ist ein massiver Anstieg der Kurzarbeit zu verzeichnen. Im März und April haben 3294 Betriebe Kurzarbeit angemeldet. Im Vergleichszeitraum im Vorjahr waren es weniger als zehn Anzeigen. Laut Arbeitsagentur waren demnach im März und April 50.202 Menschen von Kurzarbeit betroffen. „Das sind 50.056 mehr als im März und April 2019”, so die Arbeitsagentur.

Dass Unternehmen das Kurzarbeitergeld zur Überbrückung nutzen, ist nach Auffassung von Thomas Richter eine gute Nachricht. „Durch finanzielle Hilfen wie das Kurzarbeitergeld konnten negative Folgen der Corona-Krise für den Arbeitsmarkt zu einem großen Teil abgemildert werden“, erläutert der Agentur-Chef.

Man werde nun zügig und kundenorientiert die Abrechnungsanträge der Arbeitgeber bearbeiten. „Organisatorisch haben wir uns hierauf gut vorbereitet“, sagt Richter, der auch Ausbildungssuchenden Hoffnung macht. Möglichkeiten würden sich für die Bewerber weiter zahlreich eröffnen. Mit starkem Willen und hohem Engagement ließe sich auch in Corona-Zeiten ein Ausbildungsplatz finden.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.
 
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7391014?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198387%2F2513179%2F
Entwurf für Beratungen sieht Öffnungsschritte in Stufen vor
Schnelltests sollen die Öffnungsschritte begleiten.
Nachrichten-Ticker