Appartement für 24 Menschen mit Behinderung und fünf Wohnungen für den freien Markt in Bielefeld – Abschied von Kindergarten-Plänen
Wohnprojekt auf Gröppelgelände soll noch 2020 starten

Bielefeld (WB). Rege Bautätigkeit im Herzen Ummelns: Auf dem Parkplatz neben dem ehemaligen Gasthof Gröppel an der Steinhagener Straße baut Geno Immobilien, eine Tochter der Volksbank Bielefeld-Gütersloh, vier Stadthäuser mit jeweils 120 Quadratmetern Wohnfläche und bis zu 300 Quadratmetern Grundstück. Sie sollen Ende 2020 bezugsfertig und bereits verkauft sein.

Freitag, 01.05.2020, 12:00 Uhr
Vier Stadthäuser baut Geno-Immobilien an der Steinhagener Straße in unmittelbarer Nähe der Feuerwache Ummeln.

Fortschritte gibt es aber auch auf dem eigentlichen Gröppelgelände, das derzeit als Lagerfläche für Baumaterial von der Nachbarbaustelle dient. In einigen Wochen will die Diakonische Stiftung Ummeln als Eigentümerin des Filetstücks eine Baugenehmigung beantragen. Die Bauarbeiten sollen möglichst noch in diesem Jahr beginnen und sind mit einer Bauzeit von eineinhalb Jahren veranschlagt.

Bäume bleiben stehen

Geplant ist auf dem Gelände des 2017 abgebrochenen Traditionsgasthofes ein Wohngebäude, das Angebote für Menschen mit Behinderungen vorhält, aber auch für den freien Markt. Insgesamt 24 Menschen mit Behinderung sollen an der Gütersloher Straße/Ecke Steinhagener Straße leben. Ein Großteil von ihnen nutzt zurzeit noch Wohnraum auf dem Stiftungsgelände an der Veerhoffstraße. Für jeden Bewohner ist ein eigenes Appartement vorgesehen inklusive Bad und teilweise auch mit Küchenzeile.

Die Wohnangebote verteilen sich nach den aktuellen Planungen auf die beiden Vollgeschosse des Gebäudes, wo auch zwei große Gemeinschaftsküchen und ein Pflegebad eingerichtet werden sollen. Betrieben wird das Wohnangebot für Menschen mit Behinderung von der Flex Eingliederungshilfe, einer Tochter der Diakonischen Stiftung Ummeln.

Laut den Planungen bekommt das Gebäude ein Staffelgeschoss, in dem fünf Appartements zur freien Vermietung geschaffen werden sollen. Sie sind von unterschiedlicher Größe. Das große Grundstück wird zum Teil als Garten gestaltet, der alte Baumbestand soll erhalten werden.

Verwaltungsneubau gescheitert

Ursprünglich hatte die Diakonische Stiftung Ummeln vor, auf dem ehemaligen Gröppelgelände einen Verwaltungsneubau, Arbeitstitel Stiftungskontor, zu bauen, in dem alle 750 Mitarbeiter auch aus den Nachbarstandorten zentral arbeiten sollten. Doch der Landschaftsverband Westfalen-Lippe hatte als Kostenträger das Projekt abgelehnt.

Verabschiedet hat sich die Stiftung Ummeln mittlerweile auch von den Plänen, auf dem Gelände an der Veerhoffstraße einen Kindergarten einzurichten. Eine Waldkitagruppe sollte in einem Gebäude einziehen, das zuletzt als Tischlerei genutzt wurde und aktuell als Lagerraum dient. Die Kita wird es nun nicht auf dem Stiftungsgelände geben. „ Das Projekt rechnet sich leider nicht und wird deswegen nicht weiter verfolgt“, heißt es dazu in einer Stellungnahme der Diakonischen Stiftung Ummeln.

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