Bielefelder Stiftung Solidarität kann mit der Spende weitere Einkaufsgutscheine an Bedürftige verschicken
Rotarier geben 17.500 Euro an die Corona-Hilfe

Bielefeld (WB). Auf einem Tisch im Kultur- und Kommunikationszentrum Sieker (Kuks) hat Franz Schaible ausgebreitet, was für 20 Euro beim Discounter im Einkaufskorb landen kann: Neben Kartoffeln und Mehl ein Paket Kaffee, Toilettenpapier und Öl, Eier, Marmelade sowie Obst, Gemüse, Brot und weitere Lebensmittel. „Für 20 Euro gibt’s ne ganze Menge“, sagt der Vorsitzende der Stiftung Solidarität. Mit einer Spende der Bielefelder Rotary-Clubs kann die Solidarische Corona-Hilfe Bielefeld jetzt 500 solcher Einkäufe möglich machen.

Donnerstag, 14.05.2020, 09:00 Uhr
Sie machen Bedürftigen mit der Aktion „Solidaritätspaket“ und ihren Spenden einen Einkauf möglich und zeigen, was es für 20 Euro zu kaufen gibt (von links): Jürgen Stricker (Rotary-Club Bielefeld-Waldhof, Andreas Stratenwerth (Rotary-Club Bielefeld), Anja Möllmann-Schröder (Rotary-Club Bielefeld-Sparrenburg), Marc Detering (Rotary-Club Bielefeld-Süd), Herbert Ellerbusch (Rotaract Bielefeld), Franz Schaible (Stiftung Solidarität), Dr. Florian Böllhoff (Rotary-Club Waldhof) und Jutta Küster (Corona-Hilfe Bielefeld). Foto: Bernhard Pierel
Sie machen Bedürftigen mit der Aktion „Solidaritätspaket“ und ihren Spenden einen Einkauf möglich und zeigen, was es für 20 Euro zu kaufen gibt (von links): Jürgen Stricker (Rotary-Club Bielefeld-Waldhof, Andreas Stratenwerth (Rotary-Club Bielefeld), Anja Möllmann-Schröder (Rotary-Club Bielefeld-Sparrenburg), Marc Detering (Rotary-Club Bielefeld-Süd), Herbert Ellerbusch (Rotaract Bielefeld), Franz Schaible (Stiftung Solidarität), Dr. Florian Böllhoff (Rotary-Club Waldhof) und Jutta Küster (Corona-Hilfe Bielefeld). Foto: Bernhard Pierel

17.500 Euro haben die Clubs für die Corona-Hilfe unter dem Dach der Stiftung Solidarität an Spenden zusammengetragen. 10.000 Euro davon fließen in das Projekt „Solidaritätspakete“ . Mit dem Geld kauft die Stiftung 500 Einkaufsgutscheine in einem Discounter und stellt sie Bedürftigen zur Verfügung. Denn die Corona-Krise bedeute auch für sozial Schwache eine zusätzliche finanzielle Belastung, sagt Franz Schaible, etwa weil notwendige Hygiene- und Desinfektionsmittel teuer, günstige Lebensmittel in den Läden schon mal vergriffen seien.

Schon 1300 Gutscheine verschickt

Seit dem Start des Projektes Anfang April hat die Corona-Hilfe rund 1300 Gutscheine à 20 Euro an Menschen mit Bielefeld-Pass, die diese Unterstützung beantragt haben, verschickt. Bedürftige bekommen Gutscheine alle drei Monate, Familien mit Kindern bekommen jeweils bis zu drei dieser Einkaufsgutscheine. Für die Empfänger sei das „eine echte Hilfe“ – und ein Zeichen, dass auch sie nicht vergessen würden. Denn zusätzliche staatliche Unterstützung in Corona-Zeiten gebe es für sozial Schwache nicht.

Jutta Küster, Botschafterin der Corona-Hilfe Bielefeld, betont einen Vorteil dieser anonymeren Form der Hilfe: Bereits gefüllte Pakete an der Haustür entgegenzunehmen, sei vielen Betroffenen peinlich. Franz Schaible hofft, dass das Projekt über die Grenzen Bielefelds hinaus Schule macht. Auch deshalb ist er froh über die Unterstützung der Rotarier, die gut vernetzt und mit Clubs in vielen Städten vertreten sind.

Jürgen Stricker, Präsident des Rotary-Clubs Waldhof, freut sich über die große Spendenbereitschaft der Mitglieder. Innerhalb weniger Tage nach dem Aufruf seien die 17.500 Euro zusammengekommen. 7500 davon sollen als Reserve später der Corona-Hilfe zugute kommen.

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