Do., 21.05.2020

Gegen Trinkgelage und wildes Grillen Kontrollen am „Vatertag“

Treffen und Ausflüge von Gruppen aus mehr als zwei Haushalten sind auch am „Vatertag“ verboten. Hier eine Kontrolle am Bielefelder Seekrug

Treffen und Ausflüge von Gruppen aus mehr als zwei Haushalten sind auch am „Vatertag“ verboten. Hier eine Kontrolle am Bielefelder Seekrug Foto: Christian Müller

Bielefeld (WB/hz). Am ersten Christi Himmelfahrt-Feiertag in Zeiten des neuartigen Coronavirus ist alles anders als in den Vorjahren. Weil vor allem jüngere Männer diesen auch „Vatertag“ genannte Feiertag mit Bollerwagen-Ausfahrten und reichlich Alkoholkonsum verbinden, sind an diesem Donnerstag mehr Ordnungsamts-Streifen als üblich im Stadtgebiet unterwegs. Das bestätigt Ordnungsamts-Leiter Friedhelm Feldmann auf Anfrage. „Die Kollegen vom Außendienst werden den ganzen Tag lang unterwegs sein.“ Polizisten würden bei Bedarf unterstützen.

Es gelte, die Coronavirus-Schutzverordnung durchzusetzen, sagt der Amtsleiter. „Wir sind darauf eingestellt und arbeiten Hand in Hand mit dem Ordnungsamt“, heißt es von Polizeisprecher Michael Kötter. „Das Ziehen eines Bollerwagens ist erlaubt, der Alkoholkonsum in der Öffentlichkeit auch“, bringt Ordnungsamts-Leiter Feldmann das Wesentliche für alle Feier-Wütigen auf den Punkt. Wer im Laufe des Tages alkoholbedingt nicht mehr so ganz standfest ist, der kann sich neuerdings auch wieder zum Picknick niederlassen.

Bußgelder von bis zu 200 Euro

Aber der Grill darf dazu nicht angezündet werden. Maßnahmen wie ein Alkoholverbot in der Öffentlichkeit und die Untersagung des Außer-Haus-Verkaufs von Alkohol für Gaststätten, die einzelne Kreise und Kommunen für Christi Himmelfahrt angekündigt haben, gibt es in Bielefeld nicht.

Allerdings: Bollerwagen-Tour und Vatertagsausflug sind generell für Menschen aus nur zwei verschiedenen Haushalten erlaubt. „Dabei ist auf das Abstandsgebot von mindestens 1,50 Metern zu achten“, verweist der Ordnungsamtsleiter auf die Coronavirus-Schutzverordnung. Ver- und Ansammlungen aller Art sind dagegen strikt untersagt. Läuft also die ganze Fußballmannschaft zur „Vaterstags“-Sause auf, drohen für jeden Teilnehmer Bußgelder von 200 Euro.

Diese Regeln hat das Ordnungsamt aufgestellt: Alkoholkonsum auf Spielplätzen ist verboten. Jede und jeder hat sich in der Öffentlichkeit so zu verhalten, dass andere nicht gefährdet, geschädigt oder belästigt werden. Strikt untersagt ist das Herumlungern auf öffentlichen Flächen mit Behinderung oder Anpöbeln anderer Passanten. Wer Scherben, Zigarettenkippen, Kaugummis, Papier, Glas, Dosen, Plastik oder sonstigem Unrat zurück lässt, muss ebenfalls zahlen.

Ordnungsamt kontrolliert beliebte Orte

„Die am Vatertag beliebten Orte wie Obersee, Promenade oder Hünenburg wird das Ordnungsamt besonders im Blick haben“, kündigt Stadtsprecherin Margit Schulte Döinghaus an. Wird dort oder anderswo kräftig über die sprichwörtlichen Stränge geschlagen, werden Ordnungsamts-Mitarbeiter und Polizisten dem sofort ein Ende setzen. Ordnungsamts-Leiter Friedhelm Feldmann setzt jedoch darauf, dass die überwiegende Zahl der Bielefelder wie bereits beim Coronavirus-Lockdown vernünftig bleibt und sich auch am „Vatertag“ gesittet verhält. „Genießt den ‚Vatertag‘ und geht nur mit zwei Familien raus“, lautet der Appell des Amtsleiters.

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