Sa., 23.05.2020

Ordnungsbehörden in OWL verhängen Bußgelder – Vatertag ruhig und unauffällig Tausende Verstöße gegen Corona-Regeln

Ordnungsamtsmitarbeiter kontrollieren in einem Park in Bünde die Einhaltung der Corona-Schutzregeln. In NRW und OWL wurden seit Inkrafttreten tausende Verstöße festgestellt.

Ordnungsamtsmitarbeiter kontrollieren in einem Park in Bünde die Einhaltung der Corona-Schutzregeln. In NRW und OWL wurden seit Inkrafttreten tausende Verstöße festgestellt. Foto: Karl-Hendrik Tittel

Von Oliver Horst und unseren Lokalredaktionen

Bielefeld (WB). Die Polizei in NRW hat seit Inkrafttreten der Corona-Schutzregeln vor acht Wochen rund 13.000 Verstöße geahndet. Bei knapp 12.400 Verstößen seien Ordnungswidrigkeiten-Anzeigen erfolgt, in 640 schwereren Fällen Strafanzeigen erstattet worden, teilt das NRW-Innenministerium mit. Hinzu kommen die Zahlen der kommunalen Ordnungsämter. Auch in OWL gab es hunderte Verstöße – vor allem gegen die zunächst noch bis zum 5. Juni geltenden Kontaktbeschränkungen.

„Die meisten Bürger und Betriebe halten sich an die Vorgaben“, sagt Katharina Felsch, Sprecherin der Kreispolizei Gütersloh. Die Behörde ahndete bislang knapp 150 Fälle von Ordnungswidrigkeiten – zumeist Verstöße gegen das Kontaktverbot. In diesen Fällen werden pro Person 200 Euro fällig, bei unerlaubtem Grillen in Parks 250 Euro. Darüber hinaus gebe es rund 50 Straftaten in Zusammenhang mit Corona – von Anspucken bis zu Betrügereien mit der Soforthilfe.

Die Stadt Bielefeld meldet 242 Verfahren gegen 171 Menschen wegen Verstößen gegen das Kontaktverbot – „viele sind Wiederholungstäter“, heißt es. Zudem seien 26 Verstöße von Betrieben, vor allem in der Gastronomie geahndet worden. Dabei wurde ein Bußgeld über 4000 Euro wegen verbotenen Betriebs einer Schankwirtschaft verhängt und 500 Euro wegen Duldung des Verzehrs von Lebensmitteln im Innenraum. Die Polizei Bielefeld registrierte 87 Ordnungswidrig­kei­ten­anzeigen und 26 Strafanzeigen. Zudem wurden etliche Platzverweise ausgesprochen.

In Paderborn haben Stadt und Polizei 630 Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet.

Bei der Stadt Bad Oeynhausen laufen 116 Bußgeldverfahren – auch wegen nicht erlaubtem Sport auf öffentlichen oder privaten Sportanlagen. Die Stadt Vlotho spricht von insgesamt 20 Verstößen – in einem Fall wegen der Öffnung einer Gaststätte trotz Betriebsverbots.

In Schloß Holte-Stukenbrock wurden je 200 Euro fällig, weil drei Personen aus drei Haushalten in einem Auto fuhren.

Für den Vatertag zieht die Polizei in OWL derweil eine positive Bilanz. Es habe nur wenige Verstöße gegeben, hieß es. Die Lage sei insgesamt ruhig und unauffällig gewesen – auch hinsichtlich des Unfallgeschehens im Straßenverkehr. In den vergangenen Jahren galt Christi Himmelfahrt stets als unfallträchtigster Tag des Jahres.

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