Bielefelder Stadtbahn-Haltestelle August-Bebel-Straße wird beibehalten
Zwei neue Hochbahnsteige

Bielefeld (WB). Eigentlich sollte an der Detmolder Straße nur die Stadtbahnhaltestelle Teutoburger Straße durch einen barrierefreien Hochbahnsteig ersetzt werden, die Haltestelle August-Bebel-Straße wegfallen. Nach Kritik aus der Politik wird aber auch im Bereich der Einmündung August-Bebel-Straße ein Hochbahnsteig entstehen. Die Verwaltung hat jetzt zwei Standortvorschläge gemacht. Sie befinden sich jeweils westlich der Mittelstraße und westlich der Teutoburger Straße.

Sonntag, 31.05.2020, 07:00 Uhr aktualisiert: 31.05.2020, 16:16 Uhr
Die Standorte der geplanten Hochbahnsteige befinden sich jeweils westlich der Mittelstraße und westlich der Teutoburger Straße. Zunächst sollte auf die Haltestelle August-Bebel-Straße verzichtet werden. Foto: Heinz Stelte
Die Standorte der geplanten Hochbahnsteige befinden sich jeweils westlich der Mittelstraße und westlich der Teutoburger Straße. Zunächst sollte auf die Haltestelle August-Bebel-Straße verzichtet werden. Foto: Heinz Stelte

Würde nur eine der beiden Haltestellen zu einem Hochbahnsteig umgebaut und die andere Haltestelle aufgegeben, so würde es aufgrund der Abstände zu einer Verschlechterung gegenüber dem heutigen Angebot kommen, heißt es aus dem Amt für Verkehr. Geeignete Standorte zu finden, war jedoch nicht leicht. Aufgrund der Kurvigkeit der Detmolder Straße seien die Möglichkeiten sehr eingeschränkt, weil in den Haltestellenbereichen ein überwiegend gerader Streckenverlauf erforderlich sei.

Westlich der Einmündung Teutoburger Straße wird im jetzigen Zustand der „Detmolder“ der nötige Mindestradius für Haltestellenbereiche nicht erreicht. Weil aber die alte Bolwin & Heemann-Immobilie abgerissen wurde, bekam die Stadt die Chance, Flächen für eine nötige Begradigung und Aufweitung des Straßenraumes zu sichern. Das reicht für den Bau.

Der zur bisherigen Haltestelle August-Bebel-Straße nächstgelegene gerade Streckenabschnitt Richtung stadteinwärts befindet sich westlich der Mittelstraße. Hier müsste jedoch wegen der benötigten Fläche für den Bahnsteig auf die Linksabbiegespur in die Mittelstraße sowie eine Fahrspur stadtauswärts verzichtet werden. Da in der Kreuzstraße in Richtung Detmolder Straße/ Niederwall bereits nur eine Geradeausspur für die Fahrzeuge zur Verfügung steht und vom Niederwall durch die Abbindung am Jahnplatz ebenfalls nur von einer geringen Verkehrsbelastung auszugehen sei, sei eine Reduzierung auf eine Fahrspur zwischen Niederwall und Mittelstraße „verträglich.” Die Haltestelle August-Bebel-Straße würde damit um 150 bis 200 Meter in Richtung Niederwall verschoben. Die sich daraus ergebenden Abstände zwischen den Haltestellen wären insgesamt ausgeglichen und würden auch zu einer deutlichen Verbesserung der Erreichbarkeit gegenüber dem Ist-Zustand führen. Davon könnten im Umfeld der Haltestellen viele Anwohner profitieren.

Der Gesetzgeber schreibt vor, dass die Barrierefreiheit bei Haltestellen bis 2022 erreicht sein muss. Ob dieses Ziel bei den beiden Stationen eingehalten werden kann, ist offen. Am kommenden Donnerstag in der Bezirksvertretung Mitte und in der Woche darauf im Stadtentwicklungsausschuss wird es um die Einleitung der Entwurfsplanung gehen. Die ist dann Grundlage eines Genehmigungsverfahrens.

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