Neue Freizeitradrouten und ein neues Knotenpunktsystem
Bielefeld vom Rad aus entdecken

Bielefeld (WB). Die neuen Schilder sind bereits überall in Bielefeld zu sehen: rote Schrift auf weißem Grund und obenauf thront eine Nummer. Dahinter verbirgt sich eine neue Radwegeführung in der Stadt.

Donnerstag, 04.06.2020, 12:00 Uhr
Die neuen Radrouten-Schilder sind überall in der Stadt zu sehen: Das Radwegenetz umfasst nun rund 500 Kilometer. Foto: Thomas F. Starke
Die neuen Radrouten-Schilder sind überall in der Stadt zu sehen: Das Radwegenetz umfasst nun rund 500 Kilometer. Foto: Thomas F. Starke

Passend zum gestrigen Weltfahrradtag sollen acht neue Themenrouten und ein Knotenpunktsystem das Fahrradfahren in Bielefeld noch attraktiver machen. „Bisher gibt es für Freizeitradler in Bielefeld vom Grünen Netz über die Engel-Route bis hin zu den Bielefeld-Touren schon ein gutes Angebot. Doch immer mehr Menschen fahren Rad und das Interesse an gut ausgeschilderten Routen wächst“, sagt Barbara Choryan, Nahmobilitätsbeauftragte der Stadt.

Durch die neuen Angebote verlängert sich das beschilderte Radwegenetz von 280 auf rund 500 Kilometer. „Wir versprechen uns davon auch, den Alltagsradverkehr zu fördern. Denn wer das Radfahren in der Freizeit für sich entdeckt, nutzt das Fahrrad vielleicht auch bald für den Weg zur Arbeit“, hofft Choryan. Daher würde aktuell auch an einem Radverkehrskonzept gearbeitet, um das Rad als Verkehrsmittel im Alltag noch attraktiver zu machen.

„Die neuen Themenrouten bieten sowohl für Einheimische als auch für Touristen neue Ein- und Ausblicke“, sagt Gabriele Weber vom Amt für Verkehr Bielefeld, „ob Familien, gemütliche Feierabendradler oder sportive Tagesausflügler: Es sind für alle tolle Tourenangebote dabei.“

Alle Touren würden sich auch ohne zusätzliche Karte anhand der einprägsamen Routenlogos und -namen bequem auffinden lassen. „Um’n Pudding“ zum Beispiel verbindet auf einer knapp 12 Kilometer langen City-Radtour die klassischen Sehenswürdigkeiten und versteckten Highlights von Bielefeld, die man innerhalb einer Stunde erradeln kann. Besonders flexibel lässt sich die „Pillepoppen“-Tour als kurze Variante auf 28 Kilometern oder in der sportlichen Variante mit 49 Kilometern rund um die Themen Wasser, Landschaft und Geologie erleben.

Bei der 29 Kilometer langen Familientour „Bielefeld aufspüren!“ lässt sich Bielefeld mit allen Sinnen erleben: dem Plätschern des Mühlbachs lauschen, die Altstadt am Modell ertasten, den Duft von frisch geröstetem Kaffee erschnuppern und vieles mehr.

Wer lieber fernab ausgeschilderter Routen radeln möchte, kann sich nun am anschaulichen Knotenpunktsystem orientieren. An die schon bekannten, einheitlichen rot-weißen Radwegeschilder wurden 120 Knotenpunkte angebracht. Jede Radlerin und jeder Radler kann sich bei der Routenplanung zu Hause vorab die Knotenpunktnummern in der gewünschten Reihenfolge notieren und dann einfach von Knotenpunkt zu Knotenpunkt fahren. Zusätzlich werden zur Orientierung an 28 Stellen auch noch Infotafeln aufgebaut.

Für das ganze System mussten mehr als 1000 Wegweiser-Standorte bearbeitet werden. Alle Routen und Touren sowie das Gesamtangebot werden in übersichtlichen Flyern zusammengestellt. Neben einer Übersichts- und Detailkarte inklusive Tipps für Abstecher finden Freizeitradler darin Beschreibungen der Sehenswürdigkeiten entlang der Strecke sowie ein Höhenprofil. Die Orientierung wird durch die Kennzeichnung der Sehenswürdigkeiten erleichtert. Ein kurzer Steckbrief der einzelnen Tour runde die Gestaltung ab.

Auch die bestehenden Touren

gibt es nun im frischen Design. „Die Engel-Route und die beliebten Touren BI 1-10 finden sich nun auch als Touren-Tipps im Knotenpunktsystem wieder“, erklärt Gabriele Weber.

Im Online-Angebot unter www.bielefeld.de/radfreundlich sind außerdem GPX-Tracks für jede Tour verfügbar, die üblichen Rad-Apps und der TEUTO_Navigator werden ebenfalls mit den Informationen versorgt.

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