Ein Hackathon soll Ideen für das künftige Miteinander in Bielefeld liefern
Gesucht: das neue Normal

Bielefeld (WB). Früher hätte man vielleicht „Ideenwerkstatt“ gesagt. Heute spricht man von einem Hackathon, der Möglichkeit, Vorschläge zu sammeln und zu ganz neuen Lösungen zu kommen. So etwas wollen die Initiative Open Innovation City und das Digitalisierungsbüro der Stadt Bielefeld aufziehen. Wie geht es eigentlich weiter, wenn wir Corona überwunden haben? Wie werden wir dann Kunst, Kultur und Sport erleben? Was muss sich im Einzelhandel und in der Gastronomie ändern? Was passiert mit unserer Mobilität?

Dienstag, 09.06.2020, 15:00 Uhr aktualisiert: 09.06.2020, 15:32 Uhr
Suchen Ideen für das Miteinander nach Corona: die Veranstalter des „Bie-City Hackathon“ Matthias Eichler (links, städtisches Digitalisierungsbüro) und Henning Duderstadt (Open Innovation City) im Pioneers Club. Foto: Thomas F. Starke
Suchen Ideen für das Miteinander nach Corona: die Veranstalter des „Bie-City Hackathon“ Matthias Eichler (links, städtisches Digitalisierungsbüro) und Henning Duderstadt (Open Innovation City) im Pioneers Club. Foto: Thomas F. Starke

„Da kann sich jeder einbringen“, findet Jannis Johannmeier, der die Öffentlichkeitsarbeit für das Vorhaben übernommen hat. Ganz einfach sogar. Schon jetzt ist das über die Internetseite www.bie-city.de möglich. Dort wird nicht nur erklärt, was überhaupt ein Hackathon ist. Dort kann jeder sagen, ob er Ideengeber, Mitgestalter oder beides sein will. Er (oder sie) kann sagen, in welchem Bereich eine Mitarbeit möglich wäre, sagen, wo die eigenen Stärken liegen und natürlich einen Vorschlag machen.

Lob vom Oberbürgermeister

Bei dem „Panel Talk“ am kommenden Montag sollen die zu lösenden Probleme und Herausforderungen abschließend herausgearbeitet werden. Panel Talk: wieder so ein Begriff. Digitale Auftaktveranstaltung könnte man vielleicht sagen. Mit dabei beim Talk von 18.30 bis 20 Uhr auf „bie-city.de“ sind die Partner des Hackathons: Saskia Meyer, Vorstandsmitglied der Kaufmannschaft Altstadt, Philipp Marsell, Gründer und Geschäftsführer der Limoment GmbH und der Gutscheinplattform „From OWL with LOVE“, Ulla Agbetou von Dans-Art, Stadtwerke-Geschäftsführer Martin Uekmann sowie Alina Hörmann als Vertreterin des Sportbundes Bielefeld. Beim digitalen Hackathon vom 19. bis 21. Juni, der heißen Phase, sollen dann Lösungen in einzelnen Gruppen erarbeitet werden. „Nicht für die Schublade“, betont Jannis Johannmeier. Möglichst soll auch umgesetzt werden, was da entwickelt wird: also das innovative Verkaufskonzept für den Handel etwa oder Ideen, wie der ÖPNV (virus-)sicherer gemacht werden könnte.

„Die Initiative ist eine einzigartige Möglichkeit für alle Bielefelder, die Zukunft unserer Stadt zügig und innovativ selbst zu gestalten“, lobt Oberbürgermeister Pit Clausen das Projekt. Es gehe darum, die Herausforderungen des Alltags besser zu meistern, meint Matthias Eichler, Leiter des städtischen Digitalisierungsbüros. „Mit dem Bie-City Hackathon schaffen wir zusammen die Grundlage für das neue Normal“, sagt Henning Duderstadt, Leiter des Open Innovation Office. Die Ideen, soviel verrät Jannis Johannmeier, sollen nicht nur eingeworben, sondern am Ende auch prämiert werden. Die Unterstützer Sparkasse Bielefeld und die Volksbank Bielefeld-Gütersloh stellen jeweils 1500 Euro für die beiden besten Ideen bereit.

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