Belastung mit Stickstoffdioxid 2019 bundesweit stark gesunken
Alle OWL-Städte unterm Grenzwert

Berlin/Bielefeld/Paderborn (dpa/WB/in). Die Luftbelastung mit gesundheitsschädlichem Stickstoffdioxid (NO 2 ) ist im vergangenen Jahr in deutschen Städten stark gesunken. Wie Umweltbundesamt und Umweltministerium am Dienstag mitteilten, wurde der EU-Grenzwert für das Jahresmittel 2019 nur noch in 25 Städten überschritten. Damit hat sich die Zahl mehr als halbiert, 2018 waren es noch 57.

Mittwoch, 10.06.2020, 02:00 Uhr aktualisiert: 10.06.2020, 07:24 Uhr
Essen: Autos fahren an einer Messstation an der B224 vorbei. Foto: Marcel Kusch/dpa
Essen: Autos fahren an einer Messstation an der B224 vorbei. Foto: Marcel Kusch/dpa

In Ostwestfalen-Lippe hat die Belastung durch Stickstoffdioxid 2019 in keiner Stadt mehr die Grenze von 40 Mikrogramm pro Kubikmeter überschritten. Mit diesen Daten bestätigte das Umweltbundesamt Angaben der Kommunen und des Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (Lanuv) in Nordrhein-Westfalen. Nach deren Angaben lagen die durchschnittlichen monatlichen Belastungen zudem auch im ersten Quartal 2020 in Bielefeld und Paderborn zwischen 21,6 und 34,7 Mikrogramm und damit klar unter der Höchstgrenze.

Für diese beiden Städte war die Luftbelastung zuletzt noch strittig gewesen. Die Organisation Deutsche Umwelthilfe hatte sie zum Anlass genommen, um Einschränkungen für den Verkehr – nicht nur für Dieselfahrzeuge – auf dem Gerichtswege durchzusetzen. Die Einigung zwischen der Organisation sowie Bielefeld und Paderborn erfolgte Ende Februar und hatte damit noch keinen Einfluss auf die Zahlen für 2019.

Umweltministerin Svenja Schulze (SPD) begrüßte die Daten: „Das zeigt: Umweltpolitik wirkt.“ Doch reichten bisherige Maßnahmen nicht aus. „Die Lösung liegt in saubereren Fahrzeugen und einer grundlegenden Mobilitätswende.“

Überschritten wurde der Grenzwert 2019 nach Angaben des Umweltbundesamtes nur in verkehrsreichen Straßen einiger Städte. Spitzenreiter waren München, Darmstadt, Stuttgart, Limburg an der Lahn und Frankfurt am Main. Über dem Grenzwert lagen außerdem beispielsweise Berlin (Leipziger Straße), Düsseldorf, Hannover und Osnabrück. Doch auch dort sind die Belastungen zurückgegangen.

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