Bühne der Oetkerhalle wird vergrößert, mehr Zugänge zum Großen Saal geöffnet
Außengastronomie im Picknick-Format

Bielefeld (WB). Nachdem im Sommer 2018 das Foyer der Rudolf-Oetker-Halle baulich neu gestaltet wurde, geht die Neuausrichtung des Konzerthauses unter der Regie der Bühnen und Orchester der Stadt weiter. In diesem Sommer, da ist Ilona Hannemann, Verwaltungsdirektorin Bühnen und Orchester, zuversichtlich, soll die lang geplante Außengastronomie öffnen. Wenn auch zunächst in einem ersten Schritt – geschuldet der Corona-Krise und den damit verbundenen Hygiene-Maßnahmen.

Montag, 15.06.2020, 14:00 Uhr
Bei „Wege durch das Land“ im Sommer 2019 gab es schon einmal eine Außengastronomie an der Rudolf-Oetker-Halle. Sie soll jetzt fest etabliert werden. 395.000 Euro stellt die Politik für die baulichen Anlagen bereit. Foto: Bernhard Pierel
Bei „Wege durch das Land“ im Sommer 2019 gab es schon einmal eine Außengastronomie an der Rudolf-Oetker-Halle. Sie soll jetzt fest etabliert werden. 395.000 Euro stellt die Politik für die baulichen Anlagen bereit. Foto: Bernhard Pierel

Nachdem die Politik im März beschlossen habe, 395.000 Euro für die baulichen Anlagen der Außengastronomie bereit zu stellen, könnten jetzt „erste Arbeiten“ (Leitungsverlegung) vorgenommen werden. Auf der Freifläche an der Bürgerpark-Seite des Konzerthauses sei geplant, ein sogenanntes Ausgabemodul, das optisch mit der denkmalgeschützten Oetkerhalle harmoniere, aufzustellen.

Nicht nur bei Veranstaltungen geöffnet

Für diesen Sommer sei vorgesehen, dass Gäste sich Speisen und Getränke von dort abholen, um sie im Bürgerpark als eine Art Picknick zu konsumieren. Zudem würde die Gelbgrantfläche mit Tischen und Stühlen (199 Plätze) bestückt, die bereits bei der Veranstaltung „Wege durch das Land“ im Sommer 2019 zu Einsatz kamen. Die Außengastronomie soll nicht nur dann öffnen, wenn es Veranstaltungen in der Rudolf-Oetker-Halle gebe, so Ilona Hannemann. Das sei möglich, weil man auch eine Lösung gefunden habe für eine Sanitär-/Toilettenanlage. Die nämlich werde nicht, wie ursprünglich von Teilen der Politik befürchtet, in einem separaten Bauwerk oder gar Container untergebracht, sondern es sollen Sanitärräume genutzt werden, die über den Bühneneingang auf der Rückseite des Konzerthauses erreichbar sind.

Ilona Hannemann denkt an ein Pfandsystem (etwa Aushändigung des Schlüssel durch die Gastronomie). Das sei nicht nur eine dauerhafte Lösung, sondern eine, mit der zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen werden könnten. Ilona Hannemann: „Die Sanitäranlagen haben dann einen Zugang sowohl von draußen wie von innen.“

Neue Technik für Theke

Ein Ziel sei es zudem, die Garderobentische im Stil der Foyer-Theke zu erneuern, um so den Raum optisch „unmittelbar auf den Bereich der Garderobe auszuweiten“

Nach wie vor rege genutzt werde in den Veranstaltungspausen auch die Theke im Obergeschoss neben dem Kleinen Saal. Die Ausstattung sei aber nicht mehr zeitgemäß, verlangsame die Abläufe. Deshalb soll die Technik dort an heutige Standards angepasst werden. Die Besucher würden davon optisch nichts merken, sagt die Verwaltungsdirektorin.

Optimiert werden solle auch, so Orchester- und Konzerthausdirektor Martin Beyer, der Große Saal. Weil für eine Vielzahl von Veranstaltungen eine größere Bühnenfläche benötigt werde, für die dann jeweils zeitaufwändig Auf- und Abbau geleistet werden müsse, wolle man die Standardgröße um 2,80 Meter quasi in den Saal hinein verschieben. Dazu soll es einen neuen Aufgang aus dem Zuschauerraum auf die Bühne geben. Man stehe dabei in enger Abstimmung mit dem Denkmalschutz, so Beyer. Um die Bühne vergrößern zu können, müssten die ersten drei Sitzreihen ausgebaut werden. Beyer ist überzeugt. „Dadurch wird die Sicht besser werden.“

Corona-Konzept in Arbeit

Nutzbar werden sollen auch die Türen auf der Rückseite des Großen Saales; bislang war der Zugang nur durch die Seitentüren möglich - mit Ausnahme während der Umbauphase des Stadttheaters, als die Oetkerhalle als Ersatzspielstätte diente. Entsprechend seien im hinteren Saalbereich Sitzelemente entfernt worden. So entstehe, sagt Martin Beyer, „ein fließender Übergang zwischen Bühne, Saal, Umlauf und Kleinem Saal“, die Dimension des Großen Saales wirke „aufgelockert“.

Nach der Umgestaltung gebe es im Parkett des Großen Saals 30 Sitzreihen. Beyer spricht davon, dass maximal 100 Plätze eingebüßt würden, die Oetkerhalle aber weiterhin über 1500 Plätze verfüge.

Wieviele davon tatsächlich mit Beginn der neuen Spielzeit als Folge der Corona-Pandemie genutzt werden dürfen, werde zur Zeit erarbeitet, so Martin Beyer. „Wir erstellen ein Zugangskonzept“, sagt der Orchester- und Konzerthausdirektor.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.
 
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7449654?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198387%2F2513179%2F
Entscheidung zwischen Laschet und Söder - Frist läuft ab
Markus Söder (r), Ministerpräsident von Bayern und CSU-Vorsitzender, und Armin Laschet, CDU-Bundesvorsitzender und Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, kommen zu einer Pressekonferenz.
Nachrichten-Ticker