Planungen für den letzten Spieltag: Keine große Aufstiegsfeier, aber es gibt einige Ideen
Am 28. Juni wird die Bielefelder City in Schwarz-Weiß-Blau geschmückt sein

Bielefeld (WB). Den ganzen Tag über standen die Telefone nicht still. Konferenzen im Halbstundentakt. Kaum Zeit, den Arminia-Aufstieg zu feiern. Schwerpunktmäßig waren und sind die Verantwortlichen des DSC Arminia Bielefeld, der Stadt Bielefeld und der Polizei mit einer Frage beschäftigt: Wird es in Zeiten der Pandemie eine Feier mit Fans und Mannschaft in der Stadt des neuen Fußball-Bundesligisten geben können? Und falls ja: Unter welchen Voraussetzungen, und wann wäre das überhaupt möglich?

Mittwoch, 17.06.2020, 06:00 Uhr aktualisiert: 17.06.2020, 15:02 Uhr
Direkt nach dem 4:0-Sieg gegen Dresden feiern etwa 200 Fans ihre Aufstiegshelden vor dem Bielefelder Stadion. Foto: Thomas F. Starke
Direkt nach dem 4:0-Sieg gegen Dresden feiern etwa 200 Fans ihre Aufstiegshelden vor dem Bielefelder Stadion. Foto: Thomas F. Starke

Fest steht: Eine große Aufstiegsfeier wird es nicht geben – weder mit der Mannschaft auf dem Rathausbalkon noch einen Autokorso mit Spielern. Das Risiko wäre zu groß und Bielefeldern, die zumeist sehr genau auf die Einhaltung der Corona-Regeln achten, nicht vermittelbar.

Sparrenburg in DSC-Farben

Und am 28. Juni, dem letzten Spieltag, wenn Arminia um 15.30 Uhr Zuhause gegen Heidenheim spielt? „Unsere Überlegungen laufen aktuell nur in Richtung dieses Termins“, sagte am Dienstag ein Teilnehmer der Konferenz. Bei den Gesprächen dabei waren unter anderem Oberbürgermeister Pit Clausen, Sozialdezernent Ingo Nürnberger, DSC-Präsident Hans-Jürgen Laufer und Polizeipräsidentin Dr. Katharina Giere.

Die Stadt will ihre Aufsteiger angemessen würdigen. Der Rathausbalkon wird geschlossen bleiben. Auch der einmal angedachte Autokorso ist vom Tisch, denn das würde die Massen unkontrolliert in die City locken. So ein Szenario soll vermieden werden – zu groß ist die Gefahr, dass aus einer Massenveranstaltung ein Corona-Hotspot entstehen könnte.

Dennoch möchte die Stadt etwas tun. Eine Idee ist, große Teile der Innenstadt in Schwarz-Weiß-Blau zu schmücken. Daran – so der Plan – könnten alle Bielefelder teilhaben: Kinder wie Erwachsene, Fans, aber auch Menschen, die sich nicht für Fußball interessieren, aber an ihrer geschmückten Stadt Gefallen finden könnten. Am 28. Juni soll auch die Sparrenburg wieder in den Vereinsfarben des DSC erstrahlen, wie es bereits am 16. Mai 2015 beim Aufstieg in die 2. Fußball-Bundesliga der Fall war. Am Freitag sollen weitere Informationen der Stadt und des DSC folgen.

Politik lobt Arminia

Vereinzelt gefeiert wurde bereits am Montag nach dem 4:0-Sieg gegen Dresden. Am Dienstag hingegen hielten sich die Feiern in den bekannten Bielefelder Kneipen in Grenzen, obwohl der Aufstieg nach dem 1:1 des HSV gegen Osnabrück beschlossene Sache war. OB Pit Clausen sagte: „Großartige Leistung von einem großartigen Team. Ganz Bielefeld freut sich über seine erfolgreichen Jungs. Endlich wieder erste Liga!“ Ein Bielefelder Fußballkenner und Insider ging sogar noch einen Schritt weiter. Elmar Brok (CDU) ist zwar Schalke-Fan, meinte aber: „Ziel muss es nun sein, dass Bielefeld in zwei Jahren im oberen Tabellendrittel der ersten Fußball-Bundesliga steht.“

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