Zwei Männer waren 2017 in vier Geschäfte eingebrochen – Schmuck im Wert von 70.000 Euro gestohlen
Haftstrafen für Einbrüche in Juwelier-Geschäfte

Bielefeld (dpa). Für Einbrüche in vier Juwelier-Geschäfte in Ostwestfalen müssen zwei Männer aus Italien ins Gefängnis. Das Landgericht Bielefeld verurteilte am Donnerstag Alfio B. und Vito L. wegen schweren Bandendiebstahls zu vier sowie fünf Jahren und drei Monaten Gefängnis. Dabei sahen es die Richter als erwiesen an, dass die Männer im Auftrag eines Mafia-Clans aus Sizilien nach Deutschland gekommen waren.

Donnerstag, 18.06.2020, 17:34 Uhr aktualisiert: 18.06.2020, 17:38 Uhr
Das Landgericht Bielefeld hat zwei Männer zu Haftstrafen verurteilt, die im Jahr 2017 in vier Juwelier-Geschäfte in OWL eingebrochen waren. Foto: dpa
Das Landgericht Bielefeld hat zwei Männer zu Haftstrafen verurteilt, die im Jahr 2017 in vier Juwelier-Geschäfte in OWL eingebrochen waren. Foto: dpa

Das niedrigere Strafmaß im Fall von Alfio B. begründete das Gericht mit einem abgelegten Geständnis. Das müsse sich spürbar auswirken, sagte der Vorsitzende Richter in der Urteilsbegründung.

Vito L. hatte die Vorwürfe bestritten. Sein Anwalt hatte sich am Donnerstag vor dem Urteil für einen Freispruch ausgesprochen. Beide Männer sollen jeweils 2500 Euro für die Überfälle erhalten haben. Um Schaufenster und Eingangstüren zu zerstören, setzen sie ein Auto und einen Vorschlaghammer ein. Die Tatorte waren Anfang 2017 in Herford, Bielefeld, Lemgo und Detmold.

Der erbeutete Schmuck hatte nach Ansicht des Gerichts einen Wert von knapp über 70.000 Euro. Bei drei der Einbrüche hatten die Männer ungeladene Softair-Pistolen dabei. Die Staatsanwaltschaft hatte Haftstrafen von vier Jahren und fünf Monaten für Alfio B. beziehungsweise sechs Jahre und ein Monat für Vito L. gefordert.

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