Trotz der Corona-Regeln genießen Wasserratten ihre Freizeit in Bielefelder Bädern
Ein Stück Normalität zurückgewonnen

Bielefeld (WB). Es ist alles etwas anders in den Bielefelder Frei- und Hallenbädern, die jedoch auch in Zeiten des Corona-Sommers stark nachgefragt sind. „Es ist ein ungewöhnliches, aber ein tolles Jahr. Die Arbeit macht einen Riesenspaß“, meint Martina Brand vom Vorstand des Brackweder Naturbades, das seit zwei Wochen geöffnet hat. „Die Leute, die jetzt kommen, gehen sorgsam miteinander um, schätzen den Freibadbesuch als ein Stück zurück gewonnene Normalität“, sagt Brand weiter.

Montag, 22.06.2020, 15:00 Uhr aktualisiert: 22.06.2020, 18:22 Uhr
Auch das Naturbad Brackwede hat unter Corona-Auflagen wieder geöffnet. Schwimmmeister Bernhard Lücking stellt ein Hinweisschild auf. Foto: Bernhard Pierel
Auch das Naturbad Brackwede hat unter Corona-Auflagen wieder geöffnet. Schwimmmeister Bernhard Lücking stellt ein Hinweisschild auf.

Am ersten Betriebswochenende 13./14. Juni habe man sogar schon das Limit von 650 Besuchern erreicht. In Vor-Coronazeiten war bei 4000 Badegästen im Naturbad Schicht. Entsprechend entspannt sei jetzt das Miteinander im Wasser und auf dem Rasen. „Die Leute achten auf Abstand und setzen den Mundschutz auf, wo es vorgeschrieben ist“, lobt Brand.

Bielefelder Bäder sind stark nachgefragt

Yvonne Liebold, Sprecherin bei den Stadtwerken, bestätigt, dass die Bielefelder Bäder stark nachgefragt sind. „An den warmen Tagen haben wir in den Bädern die Höchstzahlen erreicht“, sagt sie. Das sind im Wiesenbad 1.350 Besucher, im Senner Waldbad 900, in Gadderbaum 600, in Dornberg 550, in Hillegossen 400, in Schröttinghausen 350 und in Jöllenbeck 350, also jeweils deutlich weniger als im normalen Betrieb vorgesehen.

Die Bielefelder können, wenn sie bestimmte Regeln wie das Tragen des Mundschutzes, den Verzicht auf das Duschen und den vorgeschriebenen Sicherheitsabstand einhalten, ungetrübten Badespaß genießen. Dafür hat die Bielefelder Bäder und Freizeit GmbH (BBF) ein ausgeklügeltes Sicherheitssystem ausgearbeitet, das auch personell eine besondere Herausforderung darstellt. „Wegen der Hygieneanforderungen wurden 30 zusätzliche Leute eingestellt“, sagt Yvonne Liebold. Im Einsatz sind sie im Kassenbereich, am Beckenrand sowie für die regelmäßigen Desinfektionen.

Der erhöhte Personalaufwand wirkt sich auch auf die Betriebszeiten aus. So bleibt das Freibad Jöllenbeck, das eigentlich am 22. Juni öffnen sollte, in diesem Sommer werktags geschlossen. „Geöffnet ist nur samstags und sonntags“, sagt Yvonne Liebold.

Erstmals ist im Sommer mit dem Aquawede ein zweites Hallenbad offen

Indes können Wasserratten ein zusätzliches Hallenbad während der Sommermonate nutzen. „Erstmals haben wir mit dem Aquawede ein zweites Hallenbad in Betrieb“, betont Yvonne Liebold. Dem Indoor-Badespaß ist jedoch geschuldet, dass es drei Zeitzonen gibt. Für das Aquawede können Online-Tickets für die Zeiten von 13 bis 14.30, 15 bis 16.30 und 17 bis 18.30 Uhr erworben werden. Online-Tickets für die Freibäder gelten während des gesamten Tagesbetriebs.

Wer saunieren möchte, muss ins Ishara, das wie berichtet am 1. Juli öffnet. Die Hallenbäder in Heepen und Sennestadt bleiben geschlossen. Die Revisionsarbeiten, die traditionell in den Sommerferien stattfänden, konnten coronabedingt zwar vorgezogen werden, aber aus personellen Gründen sei der Betrieb nicht möglich, erklärt Liebold.

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