Der Balkon bleibt zwar leer – Fans und Spieler feiern dennoch vor dem Rathaus
Bielefeld im Aufstiegs-Taumel

Bielefeld (WB). Spätestens um 19.40 Uhr ist Corona vergessen. Während ihres Corso durch die Stadt kommt ein Kleinbus mit Arminia-Spielern auf dem Niederwall an. An der Kehre bei „Pizza Hut“ klettern Fabian Klos, Cedric Brunner, Stephan Salger und Nils Quaschner aufs Dach des Fahrzeugs, lassen sich von den Fans feiern, heizen ihnen über ein Mini-Megafon ein. Rund 2000 Anhänger des DSC dürften dabei sein. Die Arminia Hymne erklingt und „Nie mehr Zweite Liga“, Pyro raucht. Polizei und Ordnungsamt greifen nicht ein. „Coronamäßig eine glatte 6“, sagt ein Polizist. Aber die Stimmung: top.

Sonntag, 28.06.2020, 21:30 Uhr aktualisiert: 28.06.2020, 21:32 Uhr
Feiern ausgelassen mit den Fans: Sören Brandy, Fabian Klos, Nils Quaschner, Cedric Brunner und Stephan Salger Foto: Thomas F. Starke
Feiern ausgelassen mit den Fans: Sören Brandy, Fabian Klos, Nils Quaschner, Cedric Brunner und Stephan Salger Foto: Thomas F. Starke

Nein, ein Empfang auf dem Rathaus-Balkon bleibt der Aufstiegs-Elf des DSC und ihren Fans an diesem Sonntag verwehrt. Feiern wollen sie trotzdem. Schon vor dem Anpfiff auf der Alm war die Freude groß, daheim vor dem Fernsehern oder beim Rudelgucken in den Kneipen. Rund 1000 haben sich beim Abpfiff auf dem Parkplatz an der Schüco-Arena versammelt. Wenn sie schon nicht im Stadion dabei sein dürfen, dann wollen sei wenigstens ganz nah dran sein, wenn die „Radkappe“ überreicht wird. So heißt die Meisterschale in der Zweiten Liga etwas despektierlich. Aber der Vergleich hinkt keineswegs.

So feiern Stadt und Fans ihre Arminia

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  • Foto: Thomas F. Starke / Christian Müller / Makus Poch
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Einer kann doch noch live im Stadion dabei sein. Eigentlich wollte Oberbürgermeister Pit Clausen zusammen mit seiner Alm-Dauerkarten-Runde das letzte Saisonspiel seiner Mannschaft bei „Nio“ am Rathaus-Platz anschauen. Aber sein Platz bleibt leer. Ayla Avvuran, Dennis Vogt, Veronika Rosenbohm und Frederik Suchla müssen die Partie ohne ihn am Fernsehschirm verfolgen. Weil sein Heidenheimer OB-Kollege Bernhard Ilg extra zum Spiel nach Bielefeld angereist ist, will Clausen ihm ein freundlicher Gastgeber sein.

90 Mitarbeiter hat das städtische Ordnungsamt mobilisiert, um die Fans im Zaum zu halten. Nach dem Schlusspfiff verläuft in der Innenstadt zunächst alles ganz ruhig. Dann steuern viele Fans mit ihren Pkw den Jahnplatz an, fahren immer wieder hupend und Fahnen schwenkend durch die Innenstadt, angefeuert von Anhängern im schwarz-weiß-blauen Dress, die zu Fuß oder mit dem Rad unterwegs sind. Auch auf dem Siegfriedplatz wird ausgiebig gefeiert, die Stapenhorststraße ist dicht. Wegen der Menschenansammlungen vor dem Rathaus kommt es zu Behinderungen beim Stadtbahnbetrieb. Insgesamt aber überwiegt die friedliche Feierlaune.

Bereits am Samstag hatte sich der DSC Arminia mit einer kleinen „Aufstiegstour“ durch Bielefeld bei den Fans bedankt. Mit Fanshop-Wagen, Nostalgie-Bulli, Papp-Spielern in Lebensgröße und Maskottchen Lohmann ging es durch die Stadt. Am Jahnplatz trafen die Arminia-Fans Ilana und Jan, die gerade vom Einkauf kamen, auf den DSC-Tross. „Natürlich hätte ich gerne zusammen mit der Mannschaft vor dem Rathaus gefeiert, aber ich finde es richtig, dass dies nicht gemacht wird,“ hat DSC-Fan Jan Verständnis für die Entscheidung von Stadt und Verein, auf eine offizielle Feier zunächst zu verzichten.

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