Vier SPD-Abgeordnete aus OWL wenden sich gegen Scheuers Bahnpläne
Politiker sind gegen neue Schnelltrasse

Bielefeld (WB/ef). Geht es nach Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) erhält die Region zwischen Bielefeld und Hannover eine neue Bahnstrecke, auf der Geschwindigkeiten von 300 Stundenkilometer möglich sein sollen. Das gefällt den heimischen SPD-Abgeordneten Wieb­ke Esdar, Marja-Liisa Völlers, Achim Post und Stefan Schwartze gar nicht.

Samstag, 04.07.2020, 05:00 Uhr
Üben Kritik: Die SPD-Abgeordneten Stefan Schwartze, Marja-Liisa Völlers, Wiebke Esdar und Achim Post. Foto:
Üben Kritik: Die SPD-Abgeordneten Stefan Schwartze, Marja-Liisa Völlers, Wiebke Esdar und Achim Post.

Die Festlegung Scheuers im Gutachterentwurf „widerspricht dem gültigen Schienenwegeausbaugesetz von 2016“, kritisierten sie am Freitag. Außerdem würde die jetzt vorgeschlagene Neubaustrecke um ein Vielfaches teurer als der Ausbau der Bestandsstrecke. Sie befürchten ein neues „Milliardengrab“.

Der ehemalige Parlamentarische Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, Lothar Ibrügger, schätzt die Kosten für die rund 90 Kilometer Neubaustrecke einschließlich mehrerer Tunnel mit einer Länge von mindestens 30 Kilometern auf sechs bis acht Milliarden Euro, so die Abgeordneten. Sie plädieren dafür, dass auch die „zentralen Orte im ländlichen Raum pünktlich und zuverlässig erreichbar“ sein müssten. Die Kapazitätsengpässe zwischen Minden und Hannover müssten beseitigt werden.

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