Universitäten Bielefeld und Paderborn bündeln Forschungskompetenz
Institut für Künstliche Intelligenz

Bielefeld/Paderborn (WB). Die Universitäten Bielefeld und Paderborn bündeln ihre Kompetenz im Bereich Künstliche Intelligenz (KI). Dazu gründen sie ein gemeinsames Institut, das Joint Artificial Intelligence Institute (JAII). Der Vertrag ist am Mittwoch von Prof. Birgitt Riegraf, Präsidentin der Uni Paderborn, und Prof. Gerhard Sagerer, Rektor der Uni Bielefeld, unterzeichnet worden.

Donnerstag, 16.07.2020, 03:00 Uhr aktualisiert: 16.07.2020, 05:03 Uhr
Birgitt Riegraf und Gerhard Sagerer bei der Vertragsunterzeichnung; im Hintergrund Eyke Hüllermeier (links) und Philipp Cimiano. Foto: Uni Paderborn
Birgitt Riegraf und Gerhard Sagerer bei der Vertragsunterzeichnung; im Hintergrund Eyke Hüllermeier (links) und Philipp Cimiano. Foto: Uni Paderborn

Aufgabe des JAII ist Grundlagenforschung. Dabei geht es nach Angaben der Initiatoren Prof. Philipp Cimiano (Bielefeld) und Prof. Eyke Hüllermeier (Paderborn) darum, dass technische Systeme ihre Nutzer nicht bevormunden, sondern sie an dem Zustandekommen ihrer Entscheidung teilhaben lassen, indem sie diese nachvollziehbar machen. Es genüge nicht, Datenbanken abzufragen. KI müsse auch ein Verständnis für besondere Situationen entwickeln, sagt Cimiano. Das sei etwa in der Medizin genauso wichtig wie beim autonomen Fahren in künftigen Verkehrssystemen.

Der transdisziplinäre Ansatz bringt es mit sich, dass neben Fachwissenschaftlern für KI auch Experten aus anderen Disziplinen wie Recht, Soziologie und Ökonomie einbezogen werden.

Beide Universitäten kooperierten in Sachen KI auch schon in der Vergangenheit, etwa beim Spitzencluster It’’s OWL. Das JAII wird von Gruppen beider Hochschulen koordiniert, so vom CITEC (Bielefeld) und dem Sonderforschungsbereich „On-the-fly-Computing” (Paderborn). Einen konkreten Sitz wird das Institut nicht haben.

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