Erneute Kontrollen der Polizei Bielefeld – Autofahrer missachten Verbote – jeweils 20 Euro Strafe
Jahnplatz: mehr als 60 Bußgelder

Bielefeld (WB). Der Jahnplatz ist längst Großbaustelle – dennoch glauben zahlreiche Autofahrer offenbar immer noch, die Straße dort befahren zu können. Verbotsschilder werden entweder missachtet oder übersehen. Die Großbaustelle wird nicht oder zu wenig wahrgenommen.

Freitag, 17.07.2020, 06:30 Uhr
Kontrolle auf dem Jahnplatz: Die Falschfahrer müssen 20 Euro Strafe zahlen – nach altem Bußgeldkatalog. Foto: Thomas F. Starke
Kontrolle auf dem Jahnplatz: Die Falschfahrer müssen 20 Euro Strafe zahlen – nach altem Bußgeldkatalog. Foto: Thomas F. Starke

Es ist zum Teil abenteuerlich, wie sich manche Autofahrer dort verhalten. Sie kurven zum Teil um die Baustelle herum, ignorieren offenbar die sichtbar abgesperrten Bereiche, fahren auf dem Fußgängerüberweg oder einfach auf der anderen Seite – in Gegenfahrtrichtung – der ebenfalls gesperrten Straße. Sogar zwei Fahrschulen, jeweils mit einem Fahrschüler am Steuer und dem Fahrlehrer auf dem Beifahrersitz, gerieten in die Polizeikontrolle.

Zum zweiten Mal innerhalb von knapp zehn Tagen hat die Polizei am Mittwoch kontrolliert und auch kassiert. Bis zur Mittagszeit sind nach Angaben der Polizeisprecherin Hella Christoph 60 Verwarngelder erhoben worden. Gleich mehrere Streifenwagenbesatzungen waren im Einsatz. Die Polizisten hielten Fahrzeuge an, die das Durchfahrtsverbot missachten hatten. Schwerpunktmäßig gab es wie bisher Verstöße von Autofahrern aus Fahrtrichtung Willy-Brandt-Platz. „Wir müssen hier kontrollieren, weil es auch um die Sicherheit der Bauarbeiter geht“, sagt die Polizeisprecherin. Am 9. Juli hatte die Polizei die Autofahrer angehalten und verwarnt.

Seit der Sperrung des Jahnplatzes gibt es Probleme mit dem Falschverhalten einiger Autofahrer. Zunächst hatten Mitarbeiter der Stadtwache sporadisch die Fahrer angehalten und belehrt. Weder diese Maßnahme noch die „scharfe“ Kontrolle am 9. Juli der Polizei führen zu einer Verbesserung. Damals waren mehr als 100 Falschfahrer auffällig geworden.

Die „Verkehrssünder“ werden noch nach dem alten Bußgeldkatalog zur Kasse gebeten. Dieser sieht für ein missachtetes Durchfahrtverbot 20 Euro Strafe vor. Seit April gilt eigentlich ein neuer Bußgeldkatalog, nachdem der Bundesrat die Straßenverkehrsordnung verändert hatte. Doch dieser kommt aufgrund der rechtlichen Unklarheiten noch nicht zum Gebrauch. Den Behörden war empfohlen worden, den eigentlich bis zum 27. April geltenden Bußgeldkatalog anzuwenden. Solange, bis es einen neuen Bußgeldkatalog ohne Formfehler gibt.

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