Vermittlungsplattform „Fürsorgefinder“ kommt an
Erfolgreiche App aus Bielefeld

Bielefeld (WB). Seit drei Wochen ist die App von Denise und Kevin Mielenz erhältlich. Das Ehepaar hat keinen Shop oder gar ein Spiel erfunden, sondern ein digitales Bindeglied für Dienstleister aus dem Gesundheitswesen und Hilfesuchende. Die Fürsorge-App soll Hilfe bieten für pflegebedürftige Menschen, pflegende Angehörige sowie Menschen, die auf der Suche nach Dienstleistern sind, die noch freie Kapazitäten anbieten.

Montag, 03.08.2020, 03:30 Uhr aktualisiert: 03.08.2020, 05:03 Uhr
Gemeinsam mit ihrem Mentor Lutz Schaal von der Industrie- und Handwerkskammer (links) wollen Denise und Kevin Mielenz ihre Fürsorge-App bei Dienstleistern und Hilfesuchenden weiter bekannt machen. Foto: Kerstin Panhorst
Gemeinsam mit ihrem Mentor Lutz Schaal von der Industrie- und Handwerkskammer (links) wollen Denise und Kevin Mielenz ihre Fürsorge-App bei Dienstleistern und Hilfesuchenden weiter bekannt machen. Foto: Kerstin Panhorst

Schnell, einfach und wirtschaftlich unterstützt sie die Suche nach ausgewählten Fürsorgedienstleistern, wie Hebammen, Kinderärzten, Physiotherapeuten, Logopäden, ambulanten Pflegediensten, Tagespflege, Hospiz, Tagesmütter, Reinigungsdiensten, freiberuflichen Kräften und sogar Essen auf Rädern. „Ganz neu dabei ist jetzt auch die Kategorie Berater, in der man von Pflegeberatern bis hin zu Sachverständigen Ansprechpartner findet“, erzählt Kevin Mielenz bei einer App-Präsentation im Gesundheitszentrum des Franziskus-Hospitals.

Schon mehr als 2000 Downloads

Die Vermittlungsplattform ist für Hilfesuchende kostenlos und wird über die Dienstleister finanziert. Mehr als 20.000 Euro hat das Ehepaar in die Entwicklung der App investiert, inzwischen wurde sie über 2000 Mal heruntergeladen.

„Das ist schon ziemlich viel für die kurze Zeit. Aber das muss sich natürlich noch weiter herumsprechen. Und bei den Dienstleistern haben wir immer mehr überregionale Anfragen“, berichtet Lutz Schaal, der im Rahmen eines Mentorenprogramms der IHK die Entwicklung der App begleitet. Inzwischen sind mehr als 50 Dienstleister gelistet, die in der App mit einem „Ampelsystem“ in Echtzeit anzeigen, ob sie freie Kapazitäten im entsprechenden Bereich haben. Derzeit finden Informationsveranstaltungen statt, bei denen Krankenkassen, Berater, Pflegedienste und Unternehmen aus dem Gesundheitswesen die App vorgestellt wird.

Hilfesuchenden zur Seite stehen

Denise und Kevin Mielenz haben die App aber nicht entwickelt um damit reich zu werden, sondern um anderen eine Odyssee zu ersparen, wie sie sie selbst erlebt haben. Mehr als zwei Monate hatten die vierfachen Eltern nach einem Kinderarzt in Bielefeld gesucht, als sie vor drei Jahren von Mönchengladbach nach Ostwestfalen zogen. Ihr ältester Sohn Emilian-Kevin hat einen angeborenen Herzfehler und musste schon mehrere Operationen überstehen. Doch alle kontaktierten Kinderärzte nahmen keine neuen Patienten an, auch die Krankenkasse konnte nicht weiterhelfen. Also telefonierten sich die beiden durch das gesamte Branchenbuch, bis sie fündig wurden. Dass es auch anderen Menschen so geht, wissen die beiden auch durch ihre Arbeit. Der 28-Jährige Kevin Mielenz arbeitet als Gesundheits- und Krankenpfleger im Franziskus-Hospital, seine ein Jahr jüngere Frau Denise als Pflegehelferin. Mit ihrem Startup-Unternehmen KM Health Care Solutions UG und ihrer Fürsorgefinder-App wollen sie nun auch digital Hilfesuchenden zur Seite stehen.

Die App steht bei Google Play und im Apple Store zum Download bereit.

fuersorgefinder.de

...

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.
 
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7518290?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198387%2F2513179%2F
Eine magische Botschaft für Max
Der siebenjährige Max, der an einem schnell wachsenden Hirntumor leidet, packt das Überraschungspaket der Ehrlich Brothers aus. „Die kennen sogar meinen Namen“, schwärmt er.
Nachrichten-Ticker