Polizei und Verkehrswacht in Bielefeld sagen, was Eltern für Erstklässler und Schulwechsler beachten sollen
Tipps zum sicheren Schulweg

Bielefeld (WB/hz). Mitte kommender Woche sind die Sommerferien zu Ende. Mit Schulbeginn gibt es nicht nur viel Neues für Erstklässler, sondern auch für alle, die von der Grundschule auf eine weiterführende Schule wechseln. Die Polizei Bielefeld und die Verkehrswacht Bielefeld geben Tipps für einen sicheren Schulweg. Das WESTFALEN-BLATT hat die wichtigsten Fragen und Antworten zusammen gefasst.

Dienstag, 04.08.2020, 17:14 Uhr aktualisiert: 04.08.2020, 19:38 Uhr
Symbolbild Foto: dpa/Patrick Seeger
Symbolbild Foto: dpa/Patrick Seeger

Wie soll der Schulweg trainiert werden?

Das sagt die Polizei: „Trainieren Sie mit ihm ihrem Kind mehrfach den Schulweg. Das Training sollte selbstverständlich an die Schulzeiten gekoppelt stattfinden. Ein Wochenende mit eher geringem Verkehrsaufkommen kann höchstens als Einstiegstraining dienen.

Das gilt ebenso für die Nutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln und das richtige Verhalten an Haltestellen. Wenn Ihr Kind auf dem Schulweg auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen ist, bietet Ihnen OWL-Verkehr das Angebot eines kostenlosen “Eltern-Kind-Tickets” zum Trainieren mit Bussen und Bahnen. Der Fahrschein berechtigt bis zum 18. August zu einer einmaligen Hin- und Rückfahrt eines Erwachsenen in Begleitung eines Kindes zu den angeführten Bedingungen.“

Wie finde den besten Weg für mein Kind?

Arnd Schilack, Geschäftsführer der Verkehrswacht: „Der kürzeste Weg nicht immer der Beste.“ Schilack rät, sich im Vorfeld bei der Schule nach Schulwegplänen zu erkundigen. „Bei Gefahrenstellen wie großen Kreuzungen oder unübersichtlicher Verkehrsführung sollte ein Umweg in Kauf genommen werden“. Beim Üben sollten die Eltern den Kindern den Weg erklären und auf Gefahrenstellen wie Ausfahrten explizit hinweisen. „Nach mehrmaligem Üben kann das Kind dann umgekehrt ein Elternteil führen und ihm den Weg erläutern“. Leichte Wege sollten mindestens viermal, schwere bis zu zehnmal eingeübt werden.

Was ist sonst noch zu beachten?

„Möglich ist auch, in einem gewissen Abstand hinter dem Kind herzugehen und zu schauen, ob es an alles denkt“, so Schilack. Sollten noch Unsicherheiten bestehen, ist es angebracht, das Kind in der ersten Zeit nach dem Schulstart weiter auf dem Weg zu begleiten. „Das gilt natürlich auch für die Kinder, die im Vorfeld nicht üben konnten. Wichtig ist auch, dass man sich morgens genügend Zeit nimmt. Wenn das Kind auf den letzten Drücker losgeht und es sich gehetzt fühlt, ist es unaufmerksamer und macht dann unter Umständen auch im Straßenverkehr schneller einen Fehler“, sagt der Geschäftsführer der Bielefelder Verkehrswacht.

Was ist mit dem Elterntaxi?

Auf das Auto sollte nach Möglichkeit verzichtet werden, sagt die Verkehrswacht. Den Erstklässlern wie auch älteren Schülern tut die Bewegung und die frische Luft vor Schulstart gut. Wer doch auf das Auto für den Weg zur Schule angewiesen ist, sollte nicht direkt vorm Schultor halten, um ein Verkehrschaos zu verhindern und die Kinder nicht zusätzlich zu gefährden. Inzwischen sind an den meisten Schulen in geringer Entfernung Elternhaltestellen eingerichtet. Von diesen Hol- und Bringzonen können die Kinder das letzte Stück des Weges gut zu Fuß sicher laufen, und etwas frische Luft am Morgen tut gut.

Was ist mit Fahrrad fahren?

Die Polizei empfiehlt: Kinder sollten während der Grundschulzeit zunächst die Fahrradprüfung ablegen und erst danach zur Schule radeln. Und appelliert an die Eltern: Wenn Ihr Kind mit dem Fahrrad zur Schule fährt, dann kümmern Sie sich regelmäßig um den einwandfreien technischen Zustand. Zu einer guten Ausrüstung zählt ein Fahrradhelm in der passenden Größe, der richtig getragen schützen kann.

In wenigen Wochen beginnt mit dem Herbst die dunkle Jahreszeit. Worauf muss ich achten?

Die Polizei sagt: „Schicken Sie Ihre Kinder möglichst gut erkennbar auf den Schulweg. Sie können die Sicherheit erhöhen, indem Sie die Kleidung durch reflektierende Elemente ergänzen oder auf Warnwesten zurückgreifen. Das ist für die kommende dunkle Jahreszeit eine gute Investition. Autofahrer können Fußgänger mit reflektierender Kleidung etwa 150 Meter früher erkennen.“

Mehr Tipps zur Verkehrssicherheit hat die Polizei hier zusammen gefasst. Infos über das kostenlose “Eltern-Kind-Tickets” zum Trainieren mit Bussen und Bahnen gibt es hier .

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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