An der Bielefelder Sperberstraße entstehen 85 neue Wohneinheiten
BGW übernimmt Briten-Siedlung

Bielefeld (WB/peb). Die BGW (Bielefelder Gesellschaft für Wohnen und Immobiliendienstleistungen) hat die einst von britischen Soldaten und deren Familien bewohnten Häuser an der Sperberstraße gekauft. Wie von der Politik beschlossen, sollen sie abgerissen und durch neue Wohngebäude ersetzt werden.

Donnerstag, 13.08.2020, 19:08 Uhr aktualisiert: 13.08.2020, 19:22 Uhr
Die BGW hat die Siedlung an der Sperberstraße übernommen und lässt die früheren Briten-Häuser Ende 2020 abreißen. Foto: Thomas F. Starke
Die BGW hat die Siedlung an der Sperberstraße übernommen und lässt die früheren Briten-Häuser Ende 2020 abreißen. Foto: Thomas F. Starke

Das Wohngebiet an der Sperber und Oldentruper Straße, in dem über viele Jahre Angehörige der britischen Armee gelebt haben, war nach Abzug der britischen Streitkräfte an die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) übertragen worden, die das 10.700 Quadratmeter große Areal jetzt an die BGW verkauft hat. Das Wohnungsbauunternehmen will die 44 Reihenhäuser und vier Doppelhaushälften nach eigenen Angaben noch Ende dieses Jahres abreißen.

Voraussichtlich Anfang 2022 wird die BGW dann mit dem Neubau von rund 71 Wohnungen in Mehrfamilienhäusern und 14 Reihenhäusern beginnen. Darüber hinaus sollen ein Platz zum Verweilen und ein Spielplatz angelegt werden. Auch die Ver- und Entsorgungsanlagen sollen laut BGW erneuert werden. Insgesamt will die BGW an diesem Standort rund 25 Millionen Euro investieren. Zum Kaufpreis selbst will sie sich nicht äußern, man habe Stillschweigen vereinbart, hieß es. „Allerdings hat die BImA der BGW aufgrund des geplanten sozialen Wohnungsbaus eine Verbilligung in erheblichem Umfang gewährt“, teilte das Unternehmen mit. Der Wert der Flächen war lange umstritten, ein Schiedsgutachten des Oberen Gutachterausschusses für Grundstückswerte im Land NRW wies zuletzt einen Verkehrswert von 5,5 Millionen Euro aus .

Die Wohnungen werden demnach über eine Gesamtwohnfläche von rund 6500 Quadratmetern verfügen, die Hälfte der Wohnungen soll im öffentlich geförderten Mietwohnungsbau errichtet werden. „Auch an diesem Standort werden wir damit die von der Stadt vorgeschriebene Quote von 25 Prozent deutlich überschreiten“, sagte BGW-Geschäftsführerin Sabine Kubitza.

In Bielefeld haben die Streitkräfte 452 Wohneinheiten an die BImA zurückgegeben. Die meisten sollen vermietet werden.

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