Verwaltung legt Prognose für weiterführende Schulen vor
Bedarf für bis zu zwei neue Gymnasien

Bielefeld (WB). Die Stadt Bielefeld sieht Bedarf für den Bau von bis zu zwei neuen Gymnasien. Außerdem sollen das Ceciliengymnasium und das Gymnasium am Waldhof erweitert werden. So werde man dem wachsenden Anforderungen gerecht, heißt es in den Vorschlägen der Verwaltung für die weiterführenden Schulen. Am Donnerstag wurden sie erstmals in der Arbeitsgruppe Schulentwicklungsplanung des Schulausschusses diskutiert.

Freitag, 14.08.2020, 05:45 Uhr aktualisiert: 14.08.2020, 05:51 Uhr
Zuwachs am Ceci: Für den Ausbau steht bereits ein Grundstück zur Verfügung. Foto: Bernhard Pierel
Zuwachs am Ceci: Für den Ausbau steht bereits ein Grundstück zur Verfügung. Foto: Bernhard Pierel

Gesamtrechnung

Bis 2030 wird die Zahl der Schüler in der Sekundarstufe I (Klassen fünf bis zehn) in Bielefeld insgesamt, über alle Schulformen hinweg um 2700 anwachsen. Nur in den Oberstufen ist ein leichter Rückgang um 75 angehende Abiturienten zu erwarten.

Gymnasien

Allein an den Gymnasien zeigen die Prognosen einen Zuwachs der Schüler um 1656 bis zum Schuljahr 2029/30. Es entsteht ein Raumbedarf von 56 Klassenräumen, wenn jeweils 29 Kinder in die Klassen gehen. Sogar 70 Klassenräume werden benötigt, wenn es nur 27 Kinder pro Klasse sein sollen.

Das heißt: An den Gymnasien müssten zehn zusätzliche Züge eingerichtet werden, was zehn Klassen pro Jahrgang entspricht. Die Erweiterung von Ceci und Gymnasium am Waldhof ist bereits beschlossene Sache, muss allerdings noch baulich umgesetzt werden. Bleiben acht Züge, die auf ein bis zwei neue Gymnasien „im Bereich der erweiterten Innenstadt“ verteilt werden sollte, so der Verwaltungsvorschlag.

Das Ceci verfügt bereits über eine Erweiterungsfläche, für das Gymnasium am Waldhof müsste ein Grundstück erworben werden.

Realschulen

Während die Realschulen in Senne, Sennestadt, Brackwede und Jöllenbeck keine knappen Raumkapazitäten aufweisen, zeigen sich Engpässe bei den Realschulen im Stadtbezirk Mitte, insbesondere an der Luisenschule und der Gertrud-Bäumer-Realschule. Unterm Strich fehlt ein Klassenzug, so die Experten im städtischen Amt für Schule. Ihr Vorschlag: Die Gertrud-Bäumer-Schule solle deshalb entsprechend ausgebaut werden.

Gesamtschulen

An den Gesamtschulen werden die Kapazitäten derzeit insgesamt nicht überschritten. An der Gesamtschule Quelle besteht jedoch ein zusätzlicher Raumbedarf von bis zu fünf Klassen. Dort werden deshalb bei den Anmeldungen Kinder abgelehnt. Die übrigen drei städtischen Gesamtschulen können aktuell noch alle angemeldeten Kinder aufnehmen. Bis zum Schuljahr 2027/28 werden die Kapazitäten aller vier Gesamtschulen allerdings ebenfalls erschöpft sein. Die Verwaltung schlägt aber nicht deren Ausbau, sondern dafür den Ausbau der Sekundarschulen Gellershagen und Königsbrügge vor, weil sich der Bedarf vor allem auf die Jahrgänge fünf bis zehn beziehe.

Sekundarschulen

Aktuell reichen die Kapazitäten an den Sekundarschulen ebenfalls aus. Durch den ins Spiel gebrachten Ausbau der bestehenden Sekundarschulen sollen die Engpässe bei den integrierten Schulformen ausgeglichen werden. Alternativ wäre auch die Gründung einer dritten städtischen Sekundarschulen denkbar.

So geht es weiter

Nach der Arbeitsgruppe wird sich nun der Schulausschuss mit den Vorschlägen der Verwaltung auseinandersetzen. Ziel ist die Verabschiedung eines neuen Schulentwicklungsplans. Der bezieht auch die Grundschulen ein. Dort schlägt die Verwaltung – wie berichtet – den Bau von drei neuen Grundschulen an der Oldentruper Straße in Sieker, auf dem Gelände der Sekundarschule am Brodhagen in Schildesche und in Sennestadt vor.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7534109?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198387%2F2513179%2F
Was ab Montag in NRW erlaubt ist
Als eine Lockerung der Corona-Auflagen erlaubt NRW ab Montag, dass der gesamte Einzelhandel wieder öffnen darf. In die Geschäfte kommen die Kunden aber nur mit Termin und für eine begrenzte Zeit. Call (oder Click) and Collect ist schon jetzt erlaubt – wie hier in der City der hessischen Stadt Offenbach.
Nachrichten-Ticker