Einige Lehrer und Schüler der Sekundarstufe I dürfen am Montag in Bielefeld nicht in die Schule
Coronafall am Max-Planck-Gymnasium

Bielefeld (WB/epd). Nach einem positiven Coronatest in der Schülerschaft des Max-Planck-Gymnasiums dürfen am Montag einige Schülergruppen der Sekundarstufe I sowie einige Lehrerinnen und Lehrer nicht in die Schule kommen.

Sonntag, 16.08.2020, 09:55 Uhr aktualisiert: 16.08.2020, 15:44 Uhr
Wegen eines Corona-Falls können einige Schüler und Lehrer des MPG am Montag nicht in die Schule. Foto: Hans-Werner Büscher
Wegen eines Corona-Falls können einige Schüler und Lehrer des MPG am Montag nicht in die Schule. Foto: Hans-Werner Büscher

Diese Maßnahme wird nach dem positiven Covid-19-Test “aus Sicherheitsgründen und zur Prävention” getroffen, wie die Schulleitung des Bielefelder Gymnasiums auf der Homepage der Schule mitteilt. Die Eltern der betroffenen Schülerinnen und Schüler seien telefonisch informiert worden.

Das Vorgehen sei mit den zuständigen Behörden abgestimmt worden. Wie weiter vorgegangen wird, werde das Gesundheitsamt am Montag vorgeben.

Das MPG besuchen nach Schulangaben etwa 950 Schülerinnen und Schüler, unterrichtet werden sie von 85 Lehrerinnen und Lehrern.

Die Corona-Infektionszahlen steigen in Bielefeld weiter an: Stand Samstag haben sich nach offiziellen Informationen der Stadt 19 weitere Menschen infiziert .

Zahlreiche weitere Schulen in NRW betroffen

Erst am Freitag hatte eine Hövelhofer Schule wegen Corona-Verdachtsfällen die Kinder zweier Schulklassen wieder ins Homeschooling geschickt.

Landesweit gibt es zehn Teilschließungen für Klassen oder Lerngruppen, wie es am Samstag aus dem NRW-Schulministerium hieß. Zudem habe das Ministerium mit Stand von Donnerstag Kenntnis von zwei vorübergehenden Schulschließungen in Viersen und Dorsten.

Im Regierungsbezirk Arnsberg wurden nach Angaben der Bezirksregierung bis Freitag insgesamt 23 Infizierte an Schulen gezählt und 14 Schulklassen nach Hause geschickt, wie die „WAZ“ berichtete. Im Regierungsbezirk seien bisher insgesamt 358 Menschen mit Bezug zu Schulen in Quarantäne geschickt worden, sagte eine Sprecherin der Bezirksregierung der Zeitung. Vorübergehend stillgelegt wurden dem Bericht zufolge außerdem Schulen in Hamminkeln, Köln und - wie berichtet - Minden.

Quarantäne-Anordnungen für Schüler oder Klassen gebe es nach Angaben der Städte und Kreise in Mülheim, Essen, Herne, Hattingen, Witten, Unna, Düren, Dorsten und Remscheid. Besonders hart betroffen sei Soest: Gleich an vier Schulen gebe es Corona-Fälle.

Schulstaatssekretär Mathias Richter plädierte für einen professionellen und unaufgeregten Umgang mit dem Coronavirus und der Bekämpfung von Infektionsketten. Das Land habe sämtliche Vorkehrungen getroffen, dass bei einem Infektionsgeschehen breit in Schulen getestet werde und die erforderlichen Maßnahmen von den zuständigen Gesundheitsbehörden ergriffen würden. „Wichtig ist, dass künftig nicht jegliche Infektion im Umfeld von Schulen automatisch zu einer kompletten Schulschließung führt, sondern die zuständigen Behörden auch mildere Maßnahmen prüfen“, erklärte er.

Baerbock weist aufs Lüften hin

Die Bundesvorsitzende der Grünen, Annalena Baerbock, forderte Durchlüftungskonzepte an Schulen. „Fenster müssen regelmäßig geöffnet werden“, sagte sie den Zeitungen der Essener Funke-Mediengruppe. „Wenn Fenster mancherorts nur gekippt werden können, dann muss ein Handwerker kommen und notfalls neue Fenster einbauen. Dafür muss Geld da sein.“

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