Mehr E-Mobilität im Umweltbetrieb dank Fördergelder des Bundes
18 neue Elektrofahrzeuge

Bielefeld (WB). Auf Bielefelds Straßen sind von sofort an 18 neue Elektrofahrzeuge für die Stadt im Einsatz. „Wir wollen und müssen für mehr E-Mobilität sorgen und eine Vorbild-Funktion einnehmen“, betonen Fuhrparkleiter Sebastian Jütte und Hans-Jürgen Rubel, kaufmännischer Leiter des Umweltbetriebs.

Mittwoch, 19.08.2020, 04:00 Uhr aktualisiert: 19.08.2020, 05:01 Uhr
Hans-Jürgen Rubel, Corinna Horstmeier und Fuhrparkleiter Sebastian Jütte (von links) präsentieren die neue Elektroflotte des Umweltbetriebs. Die Fördergelder stammen aus dem „Sofortprogramm Saubere Luft“ des Bundesministeriums für Verkehr. Foto: Bernhard Pierel
Hans-Jürgen Rubel, Corinna Horstmeier und Fuhrparkleiter Sebastian Jütte (von links) präsentieren die neue Elektroflotte des Umweltbetriebs. Die Fördergelder stammen aus dem „Sofortprogramm Saubere Luft“ des Bundesministeriums für Verkehr. Foto: Bernhard Pierel

Die Gelder für die neuen E-Fahrzeuge stammen aus dem „Sofortprogramm Saubere Luft“ des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur. Bundesweit werden über dieses Programm verschiedene E-Mobilität-Projekte gefördert, um für bessere Luft in den Städten zu sorgen.

„Mitarbeiter sind total begeistert“

Bielefeld hat bereits 340.000 Euro vom Ministerium erhalten. „Gefördert wurden 90 Prozent der Mehrkosten gegenüber einem Benzin- oder Dieselfahrzeug“, erklärt die zuständige Bereichsleiterin Corinna Horstmeier vom Umweltbetrieb (UWB).

Die neuen, umweltfreundlichen Fahrzeuge stammen alle aus Bielefelder Autohäusern. Acht VW-eUp, vier Nissan ENV 200, fünf Renault Zoe und ein Mercedes Benz e-Vito sind angeschafft worden – alle in weiß gehalten. Sie werden nun von Mitarbeitern der Grünunterhaltung, der Friedhöfe, der Straßeninstandhaltung, des Kanalbetriebs und der Werkstätten sowie vom Immobilienservicebetrieb (ISB) und im zentralen Postservice genutzt – als Ersatz für alte Fahrzeuge, die ausrangiert werden mussten. „Unsere Mitarbeiter sind jetzt schon total begeistert und wollen nur noch mit den E-Autos fahren“, sagt Sebastian Jütte.

Zu 90 Prozent in der Stadt unterwegs

Mindestens 250 Kilometer Reichweite hätten die neuen Fahrzeuge, was völlig ausreichend sei, „denn zu 90 Prozent sind die Autos in der Stadt unterwegs“. Für jedes Fahrzeug gibt es zudem eine eigene Ladesäule. Die entsprechende Infrastruktur wird gerade im Depot des Umweltbetriebs an der Eckendorfer Straße installiert. Auch dafür gibt es finanzielle Unterstützung durch das Förderprogramm: 1000 Euro pro Ladesäule. „Damit sind die Gelder aus dem ersten Förderaufruf komplett ausgeschöpft“, erklärt Corinna Horstmeier.

Kleines Schmankerl: Die Probleme in der Bielefelder Kfz-Zulassungsstelle machen auch vor dem UWB nicht halt: So fehlen an einigen wenigen Fahrzeugen noch die Nummernschilder. „Spätestens nächste Woche sind aber alle 18 Fahrzeuge auf der Straße“, versichert Sebastian Jütte.

Weitere 2,3 Millionen Euro bewilligt

Insgesamt würden nun 23 der insgesamt 120 städtischen Pkw mit E-Mobilität betrieben. Weitere werden folgen, denn über das „Sofortprogramm Saubere Luft“ hat die Stadt in einem zweiten Aufruf weitere 2,3 Millionen Euro Fördergelder bewilligt bekommen. Hinzu kommen 300.000 Euro aus dem Landesprogramm „progress.NRW“. Damit sollen zeitnah weitere 19 Elektro-Nutzfahrzeuge sowie fünf E-Lastenfahrräder für den städtischen Betrieb angeschafft werden.

Hinzu kommen eine elektrisch angetriebene Kehrmaschine und ein elektrisch angetriebenes und mit einem Wasserstoff-Range-Extender ausgestattetes Müllfahrzeug. „Wir werden auch neuen Technologien eine Chance geben“, betonen Hans-Jürgen Rubel und Sebastian Jütte.

Bis Endes des Jahres sollen auch diese Elektrofahrzeuge da sein, die dann wieder gegen alte Benziner oder Dieselfahrzeuge ausgetauscht werden. „Wir befinden uns im Beschaffungsprozess“, sagt Corinna Horstmeier. „Dann hätten wir unsere Pkw-Flotte zu etwa ein Drittel auf E-Mobilität umgestellt“, ergänzt der städtische Fuhrparkleiter Sebastian Jütte.

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