Bielefelder KSK-Soldat will Waffenschein zum Eigenschutz – Fall geht vors Oberverwaltungsgericht
Private Waffe: Polizei geht in Berufung

Bielefeld (WB). Das Polizeipräsidium Bielefeld nimmt das Urteil nicht hin, mit dem das Verwaltungsgericht Minden einem Elite-Soldaten des Kommandos Spezialkräfte (KSK) einen Waffenschein zugesprochen hat, damit er sich und seine Familie mit einer privaten Waffe vor möglichen Attentaten schützen kann.

Mittwoch, 26.08.2020, 19:09 Uhr aktualisiert: 26.08.2020, 19:32 Uhr
Das Oberverwaltungsgericht Münster soll nun entscheiden, ob ein Bielefelder Elite-Soldat eine private Waffe zum Eigenschutz tragen darf. Foto: dpa/Bernd Thissen
Das Oberverwaltungsgericht Münster soll nun entscheiden, ob ein Bielefelder Elite-Soldat eine private Waffe zum Eigenschutz tragen darf. Foto: dpa/Bernd Thissen

Die Behörde will nun zum Oberverwaltungsgericht (OVG) nach Münster gehen. Dr. Christoph Franke, der Bielefelder Anwalt des Soldaten, bestätigte auf Anfrage, dass das Bielefelder Polizeipräsidium die Zulassung zur Berufung beantragt hat.

Die erste Halbzeit am Verwaltungsgericht Minden ist gut für uns gelaufen. Nun bleibt abzuwarten, wie die zweite Halbzeit ausgeht“, sagte Franke. Der Rechtsanwalt geht davon aus, dass das Oberverwaltungsgericht im kommenden Jahr über die Privatwaffe für den KSK-Soldaten entscheiden wird.

 

Kommentare

Udo Meier  schrieb: 28.08.2020 00:29
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Na klar. Der Mitarbeiter der Behörde muss die Kosten des Verfahrens ja nicht tragen!
Es ist ein schlechter Witz in Deutschland ein adäquates Mittel zur Verteidigung legal zu führen! Ein Schlagstock ist schon unmöglich. Klar das die bei einer Waffe so ne Welle machen. Ich frage mich nur warum das in Tschechien, der Schweiz oder Österreich besser klappt und die Leute sich trotzdem nicht gegenseitig abknallen.
1 Kommentare
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