Paderborn und Bielefeld durchaus optimistisch
Trotz Corona: Weihnachtsmärkte in der Planung

Düsseldorf/Paderborn/Bielefeld (WB/hir/itz/sas). Die Frage, ob und wie Weihnachtsmärkte in diesem Jahr stattfinden können, wird in allen Bundesländern unterschiedlich behandelt, wie NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) nach den Gesprächen mit der Bundeskanzlerin und seinen Amtskollegen berichtete.

Samstag, 29.08.2020, 02:00 Uhr aktualisiert: 29.08.2020, 13:54 Uhr
Der Weihnachtsmarkt in Paderborn (Archivbild). Foto: Besim Mazhiqi
Der Weihnachtsmarkt in Paderborn (Archivbild). Foto: Besim Mazhiqi

Manche erwägen ein Alkoholverbot, einige verlangen große Abstände zwischen den Ständen. „Aber es gibt keine generelle Aussage zur Absage von Weihnachtsmärkten.“ Man werde aber sehr klare Regeln festlegen müssen. „Da wo es besonders eng wird und zu einem Massenauflauf kommt, wird es schwierig“, sagte Laschet. „Da wo Abstände wie auf Wochenmärkten etwa einhaltbar sind, ist es denkbar.“

Schon im Mai hatte der Paderborner CDU-Bundestagsabgeordnete Carsten Linnemann die Stadt aufgefordert, gemeinsam mit den Schaustellern zu überlegen, wie ein Weihnachtsmarkt unter Corona-Bedingungen stattfinden kann. Wenn schon kein Libori, dann doch ein Weihnachtsmarkt – so lautet seither in Paderborn das Motto. Auch bei einem Treffen mit dem Schaustellerverband im Juli hatte Bürgermeister Michael Dreier (CDU) betont, dass er alles daran setzen werde, dass der Paderborner Weihnachtsmarkt stattfinden könne. Daran werde auch weiterhin gearbeitet, betonte Dreier am Donnerstagabend im Stadtrat.

Zahlung der Standgebühren in Paderborn vorerst ausgesetzt

In dem Zusammenhang hatten die Schausteller aufgrund der Einnahmeausfälle die Bitte geäußert, dass die Zahlung der Standgebühren für den Weihnachtsmarkt vorerst ausgesetzt werden soll. Üblicherweise muss die Standgebühr entrichtet werden, bevor ein Schausteller seinen Stand aufbauen darf. Der Rat hat am Donnerstagabend dem Wunsch stattgegeben: Die Schausteller müssten somit erst am 15. Dezember zahlen. Bislang geplanter Eröffnungstermin ist Freitag, 20. November.

In Bielefeld hofft man auf mehr Infos binnen zwei Wochen

Noch ist Martin Knabenreich, Chef von Bielefeld Marketing, zuversichtlich, dass es trotz Corona-Krise in diesem Jahr in Bielefeld einen Weihnachtsmarkt geben wird . „Aber wir kennen die Regelungen von Bund und Land noch nicht“, sagt er vorsichtig. Letztlich sei die Frage, ob ein solcher Markt eine Großveranstaltung oder eben ein Markt sei. Entsprechend werden Sicherheits- und Hygienekonzepte ausfallen müssen. „Ich hoffe, dass in 14 Tagen abgesteckt ist, was möglich ist“, sagt Knabenreich. Wahrscheinlich wird es größere Abstände geben, „vielleicht müssen wir umbauen und ausdehnen“.

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