Flugzeug gerät in Brand – 68-Jähriger rettet sich schwer verletzt aus dem Wrack
Bielefelder stürzt auf Borkum ab

Bielefeld (WB/hz). Ein Pilot (68) aus Bielefeld ist am Montag beim Landeanflug mit einem Flugzeug auf die ostfriesische Insel Borkum nahe des dortigen Flugplatzes abgestürzt. Der Mann, der alleine in der Maschine saß, rettete sich schwer verletzt aus der einmotorigen Cessna 210 Centurion.

Montag, 14.09.2020, 14:14 Uhr
Feuerwehrleute löschen das in Brand geratene Flugzeug. Bei dem Absturz der Maschine wurde der Pilot, ein Mann aus Bielefeld (68) schwer verletzt. Foto: Wilke Specht/Ostfriesen-Zeitung/dpa
Feuerwehrleute löschen das in Brand geratene Flugzeug. Bei dem Absturz der Maschine wurde der Pilot, ein Mann aus Bielefeld (68) schwer verletzt. Foto: Wilke Specht/Ostfriesen-Zeitung/dpa

 

Dann ging das Flugzeug in Flammen auf. Die Besatzung eines Rettungshubschraubers flog den Bielefelder nach notärztlicher Versorgung an der Unfallstelle zu einem Krankenhaus im gut 40 Kilometer Luftlinie entfernten niederländischen Groningen.

Die Brandbekämpfer von der Freiwilligen Feuerwehr Borkum waren stundenlang im Großeinsatz, bis die Trümmer der vollständig zerstörten Cessna gelöscht waren. Auch Borkums Bürgermeister war an der Unfallstelle. Polizeisprecherin Svenia Temmen von der zuständigen Polizeiinspektion Leer/Emden schätzte den Schaden an der Sportmaschine auf mehrere hunderttausend Euro. „Der Schaden liegt im mittleren sechsstelligen Bereich“, sagte die Polizistin.

Den Angaben der Polizeisprecherin zufolge war der Bielefelder am frühen Montagvormittag auf dem hiesigen Flugplatz Windelsbleiche alleine mit seinem Flugzeug zur Insel Borkum gestartet. Der Absturzzeit um kurz nach 11 Uhr zufolge hob der 68-Jährige gegen 9.30 Uhr mit der Cessna im Bielefelder Süden ab.

Warum es auf der größten ostfriesischen Insel beim Landeanflug zu dem Unglück kam, das ist derzeit unklar. Spezialisten der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) wurden noch am Montagnachmittag zu ersten Ermittlungen erwartet, sagte ein Sprecher des Flugplatzes Borkum. Seinen Angaben zufolge missglückte dem Bielefelder offenbar der Anflug auf die Landebahn.

Der 68-Jährige habe mit seiner Maschine zunächst kurz auf der Landbahn aufgesetzt, sei dann aber direkt wieder durchgestartet. „Es sah sehr schlimm aus. Die Maschine ist wieder hochgesprungen. Der Pilot hat die Cessna steil nach oben gezogen und ist dann nach rechts abgekippt“, berichtete der Flughafen-Sprecher von einem möglichen Strömungsabriss an der rechten Tragfläche.

Das Flugzeug sei etwa 350 Meter außerhalb des Flugplatzes auf einer Wiese aufgeschlagen. Die Maschine habe sofort Feuer gefangen. Der Pilot habe sich mit Brandverletzungen selbstständig aus dem Wrack befreien können. „Der diensthabende Flugleiter ist mit Feuerlöschern sofort losgefahren“, sagte der Sprecher, dass nach Alarmauslösung umgehend Erste Hilfe geleistet worden sei. Bei Eintreffen sei der Bielefelder Pilot noch ansprechbar gewesen und habe gesagt, dass er alleine in der Cessna gesessen habe.

„Nach derzeitigen Informationen erlitt der Pilot aus Bielefeld schwere Brandverletzungen“, bestätigte Polizeisprecherin Svenia Temmen den Bericht vom Flugplatz Borkum. Eine Gefährdung für andere Personen oder Gebäude habe beim Absturz am Montag nicht bestanden.

„Der Borkumer Flugplatz bietet eine ausgereifte Infrastruktur und ermöglicht Hobby- und Berufsfliegern bequemes Starten und Landen“, heißt es in einer Selbstdarstellung des Airports. Die sechssitzige Cessna 210 Centurion, mit der der Bielefelder abstürzte, gilt als Erfolgsmodell des Flugzeugherstellers und wurde bis Produktionsende 1985 fast 9300 Mal gebaut.

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