Fahrzeughändler Richard Boggasch erwirbt Baugrundstück am WB-Druckzentrum
„Die Lage in Dalbke ist optimal“

Bielefeld(WB). 8400 Quadratmeter jungfräulichen Baulandes können die Phantasie manches Unternehmers gehörig anregen. Doch Richard Boggasch weiß bereits, was er damit anstellen könnte. Denn der Bielefelder, der seit 1997 einen Handel für Lastwagen und andere Nutzfahrzeuge betreibt, ist das Mietezahlen und das Rangieren ausladender Sattelschlepper auf zu kleinen Flächen leid. Er will mit seinem Betrieb von der Paderborner Straße 315 in Dalbke auf sein erstes eigenes Firmengelände an der nur wenige hundert Meter entfernten Beckhofsiedlung ziehen.

Donnerstag, 17.09.2020, 04:00 Uhr
Zwei Väter und ihre Söhne haben große Pläne im Sennestädter Ortsteil Dalbke: Richard Boggasch (links) mit seinem Sohn Matthäus sowie Bauunternehmer Johann Pauls (rechts) mit seinem Sohn Nils auf der Baustelle des neuen Lkw-Platzes. Hinten links ist das WESTFALEN-BLATT-Druckzentrum zu erkennen, rechts das Dach des benachbarten Aldi-Marktes. Fotos: Markus Poch

Bei dem Areal, das an der Straße Am Beckhof liegt, handelt es sich um ein ehemaliges Grundstück der Unternehmensgruppe WESTFALEN-BLATT. Es grenzt sowohl an das Druckzentrum dieser Zeitung als auch an den benachbarten Aldi-Markt. Und es bietet dem neuen Eigentümer fast 6500 Quadratmeter mehr Spielraum als sein bisheriges Mietgrundstück. „Dazu kurze Wege zur Autobahn 2, zur Autobahn 33 und zur nächsten Tankstelle – die Lage in Dalbke ist für uns optimal“, sagt Richard Boggasch. „Ich freue mich gewaltig darauf.“

Zufahrtssituation noch ungeklärt

Das Dalbker Bauunternehmen Pauls, das den Geschäftskontakt zwischen dem Fahrzeughändler und dem WESTFALEN-BLATT hergestellt hatte, ist gerade dabei, den auf der verwilderten Grünfläche gelagerten Boden abzutragen. In den kommenden Tagen soll das Gelände eingeebnet und mit Schotter befestigt werden, so dass der Winter kommen kann.

Für das Frühjahr 2021 ist der Bau einer großen Halle, „300 bis 400 Quadratmeter“, inklusive eines Bürotraktes geplant. Wie und wo das Gebäude auf der Fläche platziert werden soll, hängt laut Boggasch von der Zufahrtssituation ab, und die stehe noch nicht fest. Entweder soll der neue Lkw-Platz von der Nordseite, der Südseite oder von beiden Seiten aus erreichbar sein. Sicher ist dagegen: Die Baumreihe aus alten Eichen entlang der Straße Am Beckhof bleibt erhalten.

Der 54-jährige Unternehmer, der das Geschäft zusammen mit seinem Sohn Matthäus (33) betreibt, hat gerade viel Zeit zur Zukunftsplanung, denn die Konjunktur der Branche liegt wegen der Corona-Krise am Boden. „Momentan geht gar nichts. Keiner will etwas bezahlen. Wenn wir am Monatsende auf Null kommen, ist das schon gut“, sagt er. Zu besseren Zeiten verkaufen die Boggaschs nach eigenen Angaben bis zu zehn Lkw pro Monat. Über die Häfen in Bremen und Hamburg oder auch Rotterdam und Antwerpen verschicken sie ihre Fahrzeuge nahezu in die ganze Welt. Je nach politischer Lage gehe viel in den nahen Osten oder in die früheren GUS-Staaten, zum Beispiel in die Ukraine oder nach Kasachstan.

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