Weihnachtsmärkte in Bielefeld: Einige Veranstalter überlegen sich Alternativen
Schon ein Dutzend Absagen

Bielefeld (WB). Die stark ansteigenden Corona-Infektionszahlen zwingen die Veranstalter der Bielefelder Weihnachtsmärkte dazu, die Märkte in diesem Jahr abzusagen. Während die Stadt Bielefeld erst in der kommenden Woche darüber entscheiden will, ob der Bielefelder Weihnachtsmarkt in der City in abgeänderter Form stattfinden kann, liegen aus den Stadtteilen und Bezirken bereits ein Dutzend Absagen vor.

Donnerstag, 29.10.2020, 04:00 Uhr
Auf Weihnachtsmärkte werden die Bielefelder in diesem Jahr verzichten müssen, es soll Alternativangebote geben. Foto: Bernhard Pierel (Archiv)
Auf Weihnachtsmärkte werden die Bielefelder in diesem Jahr verzichten müssen, es soll Alternativangebote geben. Foto: Bernhard Pierel (Archiv)

Ummeln, Eckardtsheim, Heepen, Siegfriedplatz, Quelle, Jöllenbeck, Schildesche, Brake, Senne, Sennestadt, Vilsendorf, Brackwede – dort wird der Weihnachts- oder Adventsmarkt nicht oder zumindest nicht in der Form, wie man ihn kennt, stattfinden können.

Während einigen Veranstaltern die Hände gebunden sind, weil es an Ressourcen für die Umsetzung der Maßnahmen fehlt, haben sich andere bereits eine Alternative einfallen lassen. So plant die Werbegemeinschaft Jöllenbeck einen Adventsspaziergang, um das primäre Problem – die Menschenansammlungen – zu vermeiden. Von Essen und Trinken, bis hin zur Live-Musik, fehlt es an nichts. Außerdem wird im Rahmen der Veranstaltung am 20. Dezember eine Verlosung verschiedener Preise stattfinden.

Die Gesundheit der Menschen steht im Vordergrund

Auch die Queller Gemeinschaft hat sich etwas Besonderes ausgedacht, hält sich aber mit Informationen bedeckt: „Wir sind noch in den Vorbereitungen. Daher wollen wir noch nicht verraten, was wir planen. Es soll ja auch eine Überraschung sein“, erklärt der technische Leiter Thorsten Arning. In Heepen fällt der Weihnachtsmarkt ganz aus: „Wir können die Corona-Auflagen in der Form nicht umsetzen, alleine die Situation mit den Sanitäranlagen ist prekär. Wir haben hin und her überlegt, und die Entscheidung ist uns nicht leicht gefallen, aber die Gesundheit der Menschen steht über allem“, fasst Jürgen Utecht, erster Vorsitzender der Interessen- und Werbegemeinschaft Heepen, die Situation zusammen.

Anstelle des Weihnachtsmarktes am 3. Advent wird es in diesem Jahr, ähnlich wie in Jöllenbeck, am Siegfriedplatz einen „Weihnachtlichen Rundgang“ geben. In der Zeit von 14 bis 18 Uhr stellen Vereinsmitglieder und andere Gewerbetreibende alles Mögliche zur Verfügung. Da der Verein „Rund um den Siggi“ nicht als Veranstalter fungiert, sind die Betreiber selbst für die Einhaltung der Corona-Bestimmungen verantwortlich.

Die Ummelner Gemeinschaft hatte bei ihrer Suche nach Alternativen kein Glück: „Eine Indoor-Veranstaltung war geplant. Eine geeignete Räumlichkeit dafür wurde jedoch nicht gefunden, da die angefragten Firmen ihre internen Weihnachtsfeiern selber absagen mussten“, verrät Michael Göldner, Vorstand für Finanzen der Ummelner Gemeinschaft.

Vor allem in der Ortschaft Eckardtsheim leben viele Menschen, die zur Risikogruppe gehören. Auch aus diesem Grund findet der Eckardtsheimer Weihnachtsmarkt nicht statt. Und in einem Punkt sind sich trotz der Umstände alle einig: Die Gesundheit der Menschen steht im Vordergrund.

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