Bielefelder Konzerttage und Philharmoniker betroffen
Mehrere Kulturveranstaltungen abgesagt

Bielefeld -

Der neuerliche Lockdown hat auch das Konzertleben in Bielefeld wieder zum Erliegen gebracht. Aufgrund der Corona-Entwicklung werden die Bielefelder Konzerttage, die am Samstag begonnen hätten, nun abgesagt.

Freitag, 30.10.2020, 19:43 Uhr aktualisiert: 30.10.2020, 19:46 Uhr
Die Hoffnung auf die Konzerttage, veranstaltet von Ruth M. Seiler und Georg Gusia, hat sich zerschlagen.
Die Hoffnung auf die Konzerttage, veranstaltet von Ruth M. Seiler und Georg Gusia, hat sich zerschlagen. Foto: Bernhard Pierel

Das Konzept war in diesem Jahr wegen der coronabedingten Einschränkungen bereits auf kleine Formate ausgelegt: An jedem Abend der Woche war ein je anders gestalteter Abendgottesdienst mit viel Musik geplant. Selbst wenn Gottesdienste im Rahmen des „Lockdown light“ erlaubt sein sollten, haben sich die Verantwortlichen nun entschlossen, die Konzerttage komplett abzusagen, weil sie der Überzeugung sind, dass dies angesichts der Entwicklung der Infektionszahlen mit dem Corona-Virus die einzige vernünftige Entscheidung sein kann. Sie sind gewiss, dass alle dazu beitragen sollten, nach Möglichkeit und Kräften Kontakte so weit wie möglich zu reduzieren, um der Lockdown-Maßnahme der Bundesregierung auch den erhofften Effekt zu ermöglichen und die Zahlen der Infektionen nachhaltig einzudämmen. „Die Maßnahmen sind alternativlos und werden von unseren Chören mitgetragen. Wir möchten mit der Absage der Konzerttage ein Zeichen setzen und die ausgefallenen Werke anderweitig aufführen“, sagt Stadtkantorin Ruth M. Seiler.

Stattfinden wird indes am Samstag, 18 Uhr, der erste ökumenische Reformationsgottesdienst in der Altstädter Nicolaikirche. Es predigt Dechant Norbert Nacke, Liturgen sind Superintendent Christian Bald und Pfarrer Armin Piepenbrink-Rademacher. Es musizieren Martin Rieker, Orgel; Robin Stüwe, Trompete, und Ruth M. Seiler, Orgel, und der Vokalkreis St. Jodokus unter der Leitung von Georg Gusia.

Erst vor zwei Wochen hatten die Bielefelder Philharmoniker einen auf die damalige Coronaschutzverordnung abgestimmten Konzertspielplan vorgelegt. „Wir können die geplanten Konzerte im November nicht spielen, halten aber an den für den Dezember disponierten Konzerten erst einmal fest“, sagt Martin Beyer. Der Orchester- und Konzerhausdirektor betont, dass er das Hygiene- und Abstandskonzept der Bielefelder Philharmoniker weiterhin für gut und geeignet hält, räumt aber ein, dass die Entscheidung zum Lockdown „wohlüberlegt getroffen wurde“. Beyer: „Wir wissen, was davon abhängt und hoffen, dass der Einschnitt zu einer Verbesserung führt.“ Wie derzeit die Schauspieler, Sänger und Tänzer am Theater hängen auch die Philharmoniker bezüglich des Probenbetriebs in der Luft. „Wir hoffen, dass wir intern weiterproben dürfen“, sagt Beyer. Das wäre besonders wichtig für die Einhaltung des Premierentermins zur Oper „Tamerlano“ am 5. Dezember.

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