Kommentar von André Best zur Coronasituation in Bielefeld
Helft dem Handel und der Gastronomie!

In weniger als sechs Wochen ist Heiligabend. Der Teil-Lockdown neigt sich in den nächsten Tagen dem Ende entgegen. Im Dezember können Cafés, Gaststätten, Restaurants, das Stadttheater und Museen wieder öffnen. Wer das glaubt, glaubt auch an den Weihnachtsmann.

Samstag, 14.11.2020, 06:22 Uhr aktualisiert: 14.11.2020, 06:30 Uhr
Viele Betriebe, Cafés und Restaurants kämpfen in Bielefeld um ihre Existenz.
Viele Betriebe, Cafés und Restaurants kämpfen in Bielefeld um ihre Existenz. Foto: Sebastian Willnow/dpa-Zentralbil

 

In Bielefeld hat sich das Infektionsgeschehen in dieser Woche nicht wesentlich verbessert, aber auch nicht verschlechtert. Und dennoch: Sechs Menschen sind innerhalb von nur sieben Tagen im Zusammenhang mit dem Virus gestorben. Es waren zumeist ältere Frauen und Männer. Die Coronasituation aber aufgrund des hohen Alters der Verstorbenen zu verharmlosen, verbietet sich.

Die Infektionszahlen bleiben kritisch. Fast 600 neue Coronafälle pro Woche – das ist zu viel. Gleichzeitig kommen die Mitarbeiter auf den Intensivstationen wegen Covid an ihre Belastungsgrenze. In den Notaufnahmen ist ohnehin aufgrund der Erkältungszeit und der coronabedingt zusätzlichen Verunsicherung längst der Teufel los.

Und wenn gleichzeitig beobachtet werden kann, dass die Regeln zunehmend nicht eingehalten werden, macht das wütend. Auch an die Maskenpflicht halten sich leider zu viele längst nicht mehr, täglich zu sehen in der Fußgängerzone. Auch gegessen wird dort, obwohl das verboten ist.

Das Infektionsgeschehen ist die eine Sorge. Die Existenzängste der Betreiber von Cafés, Restaurants und Gaststätten eine weitere. Wir müssen damit rechnen, dass Betriebe in die Knie gehen werden – wenn wir ihnen nicht helfen.

„Uns steht das Wasser bis zum Hals.“ Diesen Satz hat Jörg Kraume dem WESTFALEN-BLATT gesagt. Der Konditormeister meinte damit sicher nicht nur sein Unternehmen, sondern auch viele andere Betriebe.

Was tun? Jeder von uns kann ja einmal überlegen, wie er die Gastronomie, die Cafés und den Handel unterstützen kann. Mein Vorschlag: Kaufen Sie alle Weihnachtsgeschenke vor Ort statt bei Amazon, bestellen Sie sich das Essen nach Hause und genießen dazu anschließend ein Stück Kuchen.

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