Kurschus: Leid nicht wieder gut zu machen
Gesetz gegen Missbrauch

Bielefeld (WB/epd) -

Die Landessynode der Evangelischen Kirche von Westfalen hat am Mittwoch ein Kirchengesetz zum Schutz vor vor sexuellem Missbrauch beschlossen. Danach sind begründete Verdachtsfälle zu melden und Mitarbeiter müssen alle fünf Jahre ein erweitertes Führungszeugnis vorlegen. Wer wegen einer Sexualstraftat verurteilt ist, kann in der westfälischen Kirche künftig nicht mehr eingestellt werden. In allen Bereichen der Landeskirche, der knapp 2,2 Millionen Protestanten angehören, soll es Präventionskonzepte geben.

Mittwoch, 18.11.2020, 21:40 Uhr aktualisiert: 18.11.2020, 22:40 Uhr
Präses Annette Kurschus
Präses Annette Kurschus

Gemeinsam mit anderen Landeskirchen habe sich die westfälische Kirche darauf verständigt, Opfern von Missbrauch auch individuelle Entschädigungen zu zahlen, sagte die leitende Theologin, Präses Annette Kurschus. Das Leid, das Menschen widerfahren sei, könne „durch nichts in der Welt wieder gut gemacht werden“. Deshalb könnten Anerkennungsleistungen nur symbolischen Charakter haben.

Kurschus wurde, obwohl bereits auf der Landessynode 2019 für eine zweite Amtszeit gewählt, mit Blick auf die neu beginnende Synodalperiode aus formalen Gründen nochmals für weitere acht Jahre in ihrem Amt bestätigt. Zudem wurden neun Mitglieder der westfälischen Kirchenleitung bestätigt und neu gewählt: sieben nebenamtliche und zwei hauptamtliche.Für weitere acht Jahre wiedergewählt wurden: die Grünen-Landtagsabgeordnete Sigrid Beer aus Paderborn; Dr. Michael Bertrams, ehemaliger Präsident des Verfassungsgerichtshofs und des Oberverwaltungsgerichts NRW; Dirk Gellesch, Schulleiter aus Witten; Dr. Traugott Jähnichen, Professor für Christliche Gesellschaftslehre an der Ruhr-Universität Bochum. Als neue nebenamtliche Mitglieder erfolgreich kandidiert haben: Dr. Silke Ei­lers, Geschäftsführerin des Westfälischen Heimatbundes; Dr. Jörg Ennuschat, Professor für Öffentliches Recht an der Ruhr-Universität Bochum; Annette Salomo; Superintendent Dr. Gerald Hagmann (Ev. Kirchenkreis Bochum); Merle Vokkert, Pfarrerin der Kirchengemeinde Haltern.

Oberkirchenrat Dr. Ulrich Möller, hauptamtliches Mitglied der Kirchenleitung und als Dezernent verantwortlich für das Leitungsfeld Ökumene, ist für ein weiteres Jahr – bis zum regulären Eintritt in den Ruhestand – wiedergewählt worden.

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