Auseinandersetzung in Bielefeld endet blutig – Angreifer verletzt ins Krankenhaus gebracht
Nachbarn mit Waffe bedroht

Bielefeld -

Nachdem am Donnerstagabend in der Straße Hohes Feld in Bielefeld-Schildesche ein Nachbarschaftsstreit eskaliert ist, ermittelt die Polizei derzeit den genauen Tathergang. Polizeisprecher Michael Kötter bestätigte am Freitagnachmittag auf Anfrage, dass im Laufe der Durchsuchung eine Schusswaffe gefunden wurde.

Samstag, 21.11.2020, 06:00 Uhr
Bei dem Polizeieinsatz an der Straße Hohes Feld in Schildesche wurde eine Schreckschusswaffe gefunden. Die Beamten brachten die Situation schnell unter Kontrolle.
Bei dem Polizeieinsatz an der Straße Hohes Feld in Schildesche wurde eine Schreckschusswaffe gefunden. Die Beamten brachten die Situation schnell unter Kontrolle. Foto: Christian Müller

Lautstark randalierte der polizeibekannte Rico M. (Name geändert) am Abend im Hausflur des Neun-Parteien-Hauses. Tanja A. (Name geändert), eine 49-jährige Bewohnerin des Hauses, teilte dem WESTFALEN-BLATT mit, dass Rico M. (48) seinen Kellerschlüssel ausgehändigt haben wollte. In Abstimmung mit ihm habe sie Mobiliar und ein Fahrrad in seinem Kellerraum abgestellt. Ängstlich rief Tanja A. einen Nachbarn eines gegenüberliegenden Hauses um Hilfe.

Als die beiden Männer im Hausflur vor der Wohnungstür von Tanja A. aufeinandertrafen, kam es zum handfesten Streit, in dessen Verlauf der angetrunkene Rico M. mit einem Faustschlag im Gesicht verletzt wurde. Laut Tanja A. soll der Randalierer ihren Nachbarn zuvor mit einer Schusswaffe bedroht haben. Sie flüchteten in die Wohnung von Tanja A. und Augenzeugen riefen die Polizei.

Polizeisprecher Michael Kötter: „Beim Eintreffen der Beamten stimmte der Randalierer den polizeilichen Maßnahmen zu und leistete kaum Widerstand. Nach notärztlicher Versorgung wurde er mit einer Kopfverletzung in ein Krankenhaus gebracht und stationär aufgenommen. Im Zuge unserer Durchsuchungen wurde beim Angreifer eine Schreckschusswaffe gefunden, die wir zu weiteren Ermittlungen sicherstellten.“

Kötter teilte weiter mit, dass dem Randalierer (48) ein Verfahren drohe. „Wir werten die Straftat als Bedrohung mit Schusswaffe. Im weiteren Verlauf der Ermittlungen werden Zeugen des Vorfalls befragt. Ob es zu einem Ermittlungsverfahren kommt, muss die Staatsanwaltschaft bewerten.“

Tanja A. und ihr zur Hilfe geeilter Nachbar blieben unverletzt. Am Tag nach den heftigen Auseinandersetzungen war die große Aufregung vom Abend verflogen. Dennoch bleibe ein mulmiges Gefühl, vor allem beim Verlassen ihrer Wohnung in den nächsten Tagen. „Ich hatte immer versucht, ihn in seinem Alltag zu unterstützen. Ob ich das weiterhin tue, kann ich noch nicht sagen“, meint Tanja A.

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