Demonstrationen am Rathaus
Bündnis und AfD stehen sich gegenüber

Bielefeld -

Am Bielefelder Rathaus stehen sich am Samstag Vormittag das Bündnis gegen Rechts und die AfD bei Demonstrationen gegenüber. Auf der Mittelinsel des Niederwalls haben sich Polizei und Ordnungsamt postiert. Alles ist friedlich.

Samstag, 21.11.2020, 13:06 Uhr aktualisiert: 21.11.2020, 13:08 Uhr
Mehr als 100 Demonstranten des Bündnisses gegen Rechts stehen am Rathaus neun Demonstranten der AfD gegenüber.
Mehr als 100 Demonstranten des Bündnisses gegen Rechts stehen am Rathaus neun Demonstranten der AfD gegenüber. Foto: Michael Schläger

Die AfD hatte zum Gedenken an die Opfer des islamistischen Terrors aufgerufen. Neun Teilnehmer haben sich vor dem Rathaus aufgestellt. Gegenüber, in Höhe des früheren Ratscafés, sind mehr als 100 Demonstranten des Bündnisses gegen Rechts zusammengekommen.

„Wir wollen ein Zeichen gegen die Anschläge in Dresden, Wien und vor allem in Frankreich setzen“, sagt Martin Breuer, Sprecher des AfD-Kreisverbendes Bielefeld. Auch auf der gegenüberliegenden Straßenseite bekundet man Solidarität mit den Opfern der islamistischen Anschläge. „Wir setzen aber ein Nein zu islamfeindlicher Hetze hinzu“, sagt Grünen-Politiker Klaus Rees, der sich auch im Bündnis gegen Rechts engagiert. Man wende sich entschieden gegen alle Versuche, die Anschläge politisch zu instrumentalisieren und damit Hass und Hetze gegen Menschen muslimischen Glaubens zu verbreiten. Genau das versuchten rechtsextremistische und islamfeindlichen Parteien und Organisationen derzeit in Deutschland und nun eben auch in Bielefeld.

Die AfD-Leute haben Kerzen aufgestellt, zeigen eine französische Flagge. „Islamisten konsequent abschieben“, steht auf einem der Plakate. „Wir haben nichts gegen den Islam, wenn er friedlich praktiziert wird“, betont Breuer. Für die Gegendemonstranten ist das vorgeschoben. Es werde Mitgefühl mit den Opfern vorgetäuscht, um gleichzeitig Islam und Islamismus in einen Topf zu werfen.

 

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