Stadt Bielefeld feilt in der „Digitalen KulturBar“ am Entwicklungskonzept und bezieht Bürger mit ein
Ideen für Kulturlandschaft bis 2030

Bielefeld -

Für die Weiterentwicklung der Bielefelder Kulturlandschaft bis 2030 werden seit Montag die Weichen gestellt. Und die Bürger können bei der Planung mitmachen: Kulturschaffende und andere am Kulturleben Interessierte können in den nächsten Wochen und Monaten an der Fortschreibung der Kulturentwicklungsprogramms der Stadt mitwirken.

Dienstag, 24.11.2020, 04:49 Uhr
Dezernent Dr. Udo Witthaus
Dezernent Dr. Udo Witthaus Foto: Peter Bollig

In Bar-Atmosphäre, so die Idee, sollten sich die Akteure treffen und ihre Ideen einbringen. Weil Corona dazwischenkam und „Bars jetzt ein schlechter Ort für Begegnung sind“, so Kulturdezernent Dr. Udo Witthaus, wird der Austausch nun ins Virtuelle verlegt: in die „Digitale KulturBar“.

Eine auf der Internetseite der Stadt eingerichtete Plattform soll jetzt den Austausch über die Kulturentwicklung in Bielefeld möglich machen. Die neue Planung knüpft nahtlos an an das erste Kulturentwicklungskonzept für die Jahre 2014 bis 2022, bei der die Bürger ebenfalls schon einbezogen waren.

„Die Empfehlungen von damals haben einige Veränderungen gebracht“, sagt Brigitte Brand vom Kulturamt. Vor allem die Kommunikation zwischen Verwaltung und Kulturakteuren, gerade auch mit der freien Szene, habe verbessert werden können. Projektförderungen seien ausgeweitet, Stellen im Kulturamt etwa für die kulturelle Bildung und das Marketing geschaffen worden.

Seit Montag geht es um die Zukunft der Bielefelder Kulturlandschaft von 2022 bis 2030. In einer ersten Phase können Interessierte die „Digitale KulturBar“ unter www.bielefeld.de besuchen, können sich dort registrieren, bis zum 31. Januar 2021 ihre Ideen einstellen und mit anderen darüber diskutieren. In einer zweiten, etwa einjährigen Phase können dann Profis, Laien und Netzwerker auf der Grundlage der Ideen in Teilprojekten an der Konkretisierung arbeiten. Auch dazu können sich Interessierte in der „KulturBar“ anmelden.

In sechs Handlungsfeldern sollen die Entwicklungsthemen gebündelt, soll Fragestellungen nachgegangen werden:

Kulturräume: Wie könnten sich Kulturräume vor dem Hintergrund der Veränderungen entwickeln?

Wege der Digitalisierung: Welche neuen Möglichkeiten bietet die Digitalisierung für die Kultur?

Kultur der Vielfalt: Wie kann die Kulturstadt die Vielfalt der Gesellschaft widerspiegeln?

Gesellschaftliche Verantwortung: Was bedeutet diese zukünftig für die Kultur und wie kann sie umgesetzt werden?

Netzwerke der Kreativen: Welche Netzwerke bringen die kreative Stadt weiter?

Struktureller Wandel: Wie wandelt sich das Arbeitsfeld Kultur in Zukunft? Ob sich die Teilnehmer der Arbeitsgruppen in der zweiten Projektphase dann ebenfalls digital austauschen oder real aufeinandertreffen können, sagt Dr. Witthaus, hänge von der Corona-Lage der kommenden Monate ab. Die Arbeitsgruppen werden dann von Mitarbeitern der Stadt sowie Kulturschaffenden aus dem freien Bereich geleitet.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7691451?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198387%2F2513179%2F
Russland protestiert: «Putin, hau ab!»
Landesweit sollen bei Nawalny-Protesten in Russland mehr als 2600 Demonstranten festgenommen worden sein.
Nachrichten-Ticker