Aktuelle Pläne für Bielefeld und die Kreise Paderborn, Höxter, Lippe, Minden-Lübbecke, Gütersloh und Herford
Das sollen die Standorte der Corona-Impfzentren in OWL werden

Bielefeld/Paderborn (WB/tho) -

Ein Impfzentrum für jeden Kreis und jede kreisfreie Stadt - das ist der Plan der NRW-Landesregierung. Wir haben einmal zusammengestellt, wo die sieben Impfzentren in OWL entstehen sollen.

Freitag, 27.11.2020, 16:18 Uhr aktualisiert: 04.12.2020, 16:07 Uhr
Eine Versuchsperson erhält eine Spritze mit einem potenziellen Impfstoff gegen das Coronavirus.
Eine Versuchsperson erhält eine Spritze mit einem potenziellen Impfstoff gegen das Coronavirus. Foto: Ted S. Warren/AP/dpa

Die Kreisverwaltungen und zuletzt am Freitag, 4. Dezember, auch die Bielefelder Stadtverwaltung haben sich entschieden, sind mit der Umsetzung ihrer Pläne aber unterschiedlich weit.

Im Kreis Minden-Lübbecke soll das Impfzentrum nach Hille kommen, in die Sporthalle in Unterlübbe.

Im Kreis Höxter war früh klar: Das Impfzentrum für den Kreis Höxter wird in der Stadthalle in Brakel eingerichtet.

Im Kreis Paderborn wurde länger diskutiert. Die Entscheidung gab es dann am Montagnachmittag, 30. November: Die Sälzerhalle, die Stadthalle von Salzkotten, wird das Impfzentrum für den Kreis Paderborn. Mehrere Standorte waren zuvor vom Kreis in die nähere Auswahl genommen worden: Der Flughafen Paderborn/Lippstadt sowie drei Gebäude in Paderborn. Landrat Christoph Rüther (CDU) dazu: „Im Impfzentrum werden viele Menschen aufeinandertreffen. Ähnlich wie seinerzeit beim Corona-Testzentrum müssen hier höchste Standards an Infektionsschutzmaßnahmen umsetzbar sein. Das ist in der Sälzerhalle der Fall.“ Dies sei letztendlich ausschlaggebend für die Entscheidung gewesen, auch wenn der Standort etwas längere Fahrtzeiten insbesondere für die Paderborner Bevölkerung bedeute.

Der Kreis Herford hat sich für einen günstig gelegenen Standort in etwa in der Kreismitte an der Grenze zwischen Enger und Hiddenhausen entschieden: das ehemalige Gelände des Küchenherstellers Alno beziehungsweise dessen Tochter Wellmann. Zuvor waren drei Standorte in der engeren Auswahl gewesen.

In Bielefeld stand die Entscheidung lange aus. Hier war auch über eine Zeltstadt nachgedacht worden. Nun soll es die Ausstellungshalle der Bielefelder Stadthalle werden, sehr zentral in der Nähe des Hauptbahnhofes gelegen.

Im Kreis Gütersloh wurde die Standortsuche am Freitag, 27. November, abgeschlossen: Der Kreis will sein Impfcenter im ehemaligen Supermarkt für die britischen Streitkräfte, dem sogenannten NAAFI-Shop, an der Marienfelder Straße in Gütersloh errichten. Die Entscheidung für den zentralen Standort an der ehemaligen britischen Kaserne hat laut Kreisverwaltung viele Vorteile: In einem 20-Kilometer-Radius lebten deutlich mehr Menschen als rund um die Alternativstandorte, die diskutiert worden waren. Ein weiterer Pluspunkt sei die Verfügbarkeit. Der ehemalige Supermarkt, vor rund 15 Jahren neu gebaut, stehe seit vier Jahren leer und sei zeitlich mehr oder weniger unbegrenzt als Impfcenter nutzbar.

Im Kreis Lippe ist ebenfalls schon länger alles klar: Das Impfzentrum soll in die von den Handballspielen des TBV Lemgo bekannte Phoenix-Contact-Arena in Lemgo. Dort sollen einer Mitteilung der Kreisverwaltung zufolge zunächst etwa 1000 und später 2000 Lipper am Tag gegen das Coronavirus geimpft werden. Wer als erstes an die Reihe komme, lege die Ständige Impfkommission des Robert-Koch-Institutes fest. Derzeit ist vorgesehen, dass zunächst Risikogruppen wie Vorerkrankte oder Pflegebedürftige geimpft werden. Das Impfzentrum in Lemgo soll an sieben Tagen in der Woche je zwölf Stunden in Betrieb sein.

Wann es mit den Impfungen tatsächlich losgeht, hängt von den Zulassungen der Impfstoffe ab. Zuletzt ging man von einem Start Mitte Dezember aus. „Wir sind dann startklar – wann immer die Impfungen beginnen können“, versichert etwa Herfords Landrat Jürgen Müller (SPD).

 

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