Die Bezirksvertretung Dornberg folgt der Bürgereingabe zur Babenhauser Straße
Politiker unterstützen Tempo 30

Bielefeld-Babenhausen -

Vor der Grundschule Babenhausen, der Leineweberschule und der angrenzenden Kita soll auf der Babenhauser Straße Tempo 30 gelten. Diese Bürgereingabe hat Gerda Tödheide an die Bezirksvertretung Dornberg gerichtet. Die folgte am Donnerstag einstimmig diesem Vorschlag.

Samstag, 05.12.2020, 09:16 Uhr aktualisiert: 05.12.2020, 09:20 Uhr
Gerda Tödheide möchte, dass an der Grundschule Babenhausen Tempo 30 gilt. Doch das scheint nur schwer durchsetzbar.
Gerda Tödheide möchte, dass an der Grundschule Babenhausen Tempo 30 gilt. Doch das scheint nur schwer durchsetzbar. Foto: Hendrik Uffmann

(WB). Doch ob der auch tatsächlich kurzfristig umgesetzt werden kann, ist offen. Denn dort, wo die Schulen und die Kita liegen, ist keine geschlossene Ortschaft. Vor allem handelt es sich bei der „Babenhauser“ um eine Landesstraße. Zuständig ist mithin der Landesbetrieb Straßen NRW.

Auf das Tempo-Problem vor den Schulen hat Gerda Tödheide schon mehrfach aufmerksam gemacht (diese Zeitung berichtete). Mehr als 200 Schul- und 75 Kita-Kinder seien betroffen. Die Kinder müssen die Straße überqueren, um die dortige Bushaltestelle zu erreichen oder um in ihre Wohngebiete zu gelangen. Hinzu kommt, dass die vorhandene Fußgängerampel schon wieder auf Rot umspringt, wenn sich Passanten noch auf der Fahrbahn befinden. „Das habe ich selbst getestet“, sagte Bezirksbürgermeister Paul John (Grüne) in der Sitzung,

Die Baulast für die Straße müsse auf die Stadt übergehen, betonte Bernd Vollmer (Die Linke). Sonst werde das Problem wohl nicht gelöst werden können. Er schlug vor, dies zum Thema in den übergeordneten Ratsgremien wie dem Stadtentwicklungsausschuss zu machen.

John will die Problematik auch bei einem Treffen der Bezirksbürgermeister mit Oberbürgermeister Pit Clausen (SPD) am 15. Dezember erörtern. Er hofft auf ein Mandat des OB, damit er und sein Stellvertreter Hermann Berenbrinker (CDU) das direkte Gespräch mit Straßen NRW suchen können.

Denn Tempo 30 vor der Grundschule Babenhausen ist nicht das einzige Problem. Auch an der Dornberger Straße in Hoberge-Uerentrup, ebenfalls eine Landesstraße, gibt es eine ähnliche Situation an der dortigen Grundschule. Hinzu kommt, dass die Bezirksvertreter unzufrieden sind mit der Radweg-Beschaffenheit an der Babenhauser Straße. Der sei zu eng und in denkbar schlechtem Zustand.

Die CDU hatte dazu eine Anfrage in der Bezirksvertretungs-Sitzung gestellt. Zur Klärung sei es wichtig, das Gespräch mit dem Landesbetrieb zu suchen, befand auch Ulrich Paus (CDU).

Gerda Tödheide hat mit ihrer Bürgereingabe einen kleinen Etappensieg errungen. Sie hofft, dass sich nun bald etwas ändert. Schon seit zwei Jahren beschäftigt sie das Thema: „Es geht schließlich um die Sicherheit der Kinder“.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7709209?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198387%2F2513179%2F
„Notbremse ohne Effekt“
Aus Handydaten registrierter Nutzer berechnen Experten in der Corona-Krise die Entwicklung der Kontaktzahlen.
Nachrichten-Ticker