Kommentar zu den Corona-Folgen für die Stadt
Viel Düsternis und ein Hoffnungsschimmer

Bielefeld -

Diese Woche hat gezeigt: Die Corona-Pandemie und ihre Folgen werden die Stadt noch lange beschäftigen. Da sind nicht nur die akuten Probleme mit einem Inzidenzwert um die 200, der einfach nicht sinken will. Womöglich drohen Bielefeld da noch Einschränkungen wie sie jetzt Hotspots in Baden-Württemberg auferlegt werden und wie sie in Sachsen angedacht sind.

Samstag, 05.12.2020, 09:32 Uhr aktualisiert: 05.12.2020, 09:40 Uhr
Im Bielefelder Rathaus werden die Folgen der Corona-Pandemie immer deutlicher spürbar.
Im Bielefelder Rathaus werden die Folgen der Corona-Pandemie immer deutlicher spürbar. Foto: Bernhard Pierel

Da sind auch die langfristigen ökonomischen und finanziellen Folgen, die Stadtkämmerer Rainer Kaschel jetzt skizziert hat. Die Wirtschaft leidet beträchtlich unter der Pandemie, und das schlägt sich in der Stadtkasse nieder. Seine Gewerbesteuer-Erwartungen hat Kaschel deutlich nach unten korrigiert. Der Kämmerer schließt nicht aus, dass Bielefeld wieder in der Haushaltssicherung landen wird, die Stadt wie schon bis 2019 ihre finanzielle Handlungsfähigkeit wieder einbüßt. Wem das zu theoretisch ist: Schul-Neubauten könnten sich verzögern, ehrgeizige Radweg-Projekte auf die lange Bank geschoben werden, Straßen erst später geflickt werden, Renommierstückchen wie die Sanierung der Kunsthalle unterbleiben.

In diesen Zusammenhang passen auch die mahnenden Worte der neuen IHK-Hauptgeschäftsführerin Petra Pigerl-Radtke, die Rahmenbedingungen für Handel und Industrie zu verbessern, mehr Gewerbegebiete zu schaffen, die Erreichbarkeit der Stadt zu sichern.

Einen Hoffnungsschimmer hält aber auch diese Woche bereit: Mit der Ausstellungshalle der Stadthalle hat Bielefeld jetzt auch den Standort für sein Impfzentrum. Licht am Ende des Tunnels, wenngleich jetzt noch keiner weiß, wie lang dieser Tunnel tatsächlich noch ist.

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