Klos trifft, Gebauer und Cordova überzeugen
Neuer Schwung in der Offensive

Gelsenkirchen (WB) -

Matchwinner? Nein, nein, diesen Titel schob Fabian Klos weit von sich. „Ich habe zum richtigen Zeitpunkt mein zweites Saisontor gemacht. Aber es gibt nicht den einen Matchwinner.“

Montag, 21.12.2020, 02:43 Uhr aktualisiert: 21.12.2020, 06:48 Uhr
Nicht zu fassen: Christian Gebauer (Mitte) lässt sich von Benjamin Stambouli nicht aufhalten.
Nicht zu fassen: Christian Gebauer (Mitte) lässt sich von Benjamin Stambouli nicht aufhalten. Foto: Thomas F. Starke

“Unsere Abwehrleistung ist der Matchwinner“, sagte Arminia Bielefelds Siegtorschütze nach dem 1:0 beim von Interimscoach Huub Stevens glücklos betreuten FC Schalke 04. Klos wird schon klar gewesen sein, dass das nicht seine allerbeste Leistung war, die er bis zur 53. Minute in der Arena abgeliefert hatte.

Doch als Nathan de Medinas perfekt getimte Flanke zwischen zwei Schalkern punktgenau auf seinem Kopf landete, da stand er eben da, wo ein Torjäger stehen muss. Klos köpfte den Ball unhaltbar für Schalkes Schlussmann Ralf Fährmann in die Maschen. Die Gegenspieler hatten dem Arminen in der spielentscheidenden Szene allerdings auch einen erheblichen Entfaltungsspielraum gestattet.

Fabian Klos (Bildmitte im orangefarbenen Trikot) mit Zug zum Tor

Fabian Klos (Bildmitte im orangefarbenen Trikot) mit Zug zum Tor Foto: Thomas F. Starke

„Schalke hat mit der Rückholaktion von Huub Stevens versucht einen Hype zu entfachen. Das war keine leichte Situation für uns“, sagte Klos. „Für uns ging es um drei Punkte, für Schalke sogar fast noch um mehr. Der Sieg“, betonte Klos, „tut der Seele unfassbar gut“.

Von zwei Mannschaften, „die im Moment nicht ihren besten Fußball spielen, waren wir die deutlich aktivere mit den besseren Chancen“, fasste Klos zusammen. Da hatte er recht. Diese Chancen hatte allerdings nicht er, sondern in Sergio Cordova und Christian Gebauer zwei Mitspieler, die unter Uwe Neuhaus bisher einen ganz schweren Stand hatten und selten erste Wahl waren. „Kompliment an alle beide“, sagte der Trainer. „Doch ich glaube, dass es erst möglich war hervorzustechen, weil die ganze Mannschaft funktioniert hat, weil wir eine gute Ordnung hatten, weil wir uns alle einig waren und alle das gleiche Ziel hatten. Die beiden haben perfekt mitgemacht.“

Arminia kreierte so viele gute Offensivaktionen wie selten zuvor in dieser Saison. Und das lag zuvorderst an Gebauer und Cordova. Der Venezolaner war mit einem Pfostentreffer und einem Abseitstor auffälligster Akteur im ersten Abschnitt.

Den Treffer erzielte dann allerdings Klos. Gemeinsam mit Ritsu Doan führt der Torschützenkönig der vergangenen Zweitligasaison nun die teaminterne Torjägerliste an. Apropos Doan: Der Japaner verdaddelte in der 61. Minute die Chance zur Vorentscheidung. Sein Pass auf Marcel Hartel war schlampig gespielt. Der 22-Jährige durfte froh sein, dass sich das nicht rächte.

Doch auf die Abwehr, die am Samstag erst zum zweiten Mal in der laufenden Saison die Null hielt, war Verlass. „Bielefeld hat besser verteidigt“, sagte Schalke-Coach Huub Stevens. Und wer wüsste besser als er, dass hinten nun mal die Null stehen muss.

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