Bischöfliche Visitation in Bielefeld auf 2023 verschoben
Weiter ohne Gottesdienste?

Bielefeld -

Nach der Entscheidung von Bund und Ländern, den Lockdown bis Ende des Monats zu verlängern und die Beschränkungen zum Teil noch zu verschärfen, werden auch die beiden großen Glaubensgemeinschaften, die evangelische und katholische Kirche, bis zum Wochenende beraten, ob weiterhin auf Präsenzveranstaltungen und damit auch Gottesdienste verzichtet wird.

Donnerstag, 07.01.2021, 08:54 Uhr aktualisiert: 07.01.2021, 08:56 Uhr
Die Kirchen wollen bis Ende der Woche entscheiden, ob in Bielefeld weiter auf Gottesdienste verzichtet wird.
Die Kirchen wollen bis Ende der Woche entscheiden, ob in Bielefeld weiter auf Gottesdienste verzichtet wird. Foto: Julian Stratenschulte/dpa

WB Nach der Entscheidung von Bund und Ländern, den Lockdown bis Ende des Monats zu verlängern und die Beschränkungen zum Teil noch zu verschärfen, werden auch die beiden großen Glaubensgemeinschaften, die evangelische und katholische Kirche, bis zum Wochenende beraten, ob weiterhin auf Präsenzveranstaltungen und damit auch Gottesdienste verzichtet wird. Verschoben ist hingegen die für dieses Jahr geplante „Bischöfliche Visitation“ des Erzbischofs in Bielefeld.

Der evangelische Kirchenkreis wird am Donnerstagabend beraten, ob weiterhin auf Präsenzgottesdienste verzichtet wird, das Dekanat Bielefeld-Lippe erwartet nach Auskunft von Dechant Norbert Nacke eine Entscheidung gegen Ende der Woche. Bekanntlich hatten beide Kirchen vor Weihnachten angesichts hoher Infektionszahlen entschieden, bis einschließlich 10. Januar in Bielefeld auf Präsenzgottesdienste zu verzichten. Es wird erwartet, dass zumindest die evangelische Kirche in Westfalen sich der Verlängerung des Lockdowns anschließt und die Gottesdienste bis Monatsende aussetzt.

Auch bei einer künftigen Entscheidung sei man um ein abgestimmtes Vorgehen bemüht, so Uwe Moggert-Seils, Leiter des Referates Kommunikation und Fundraising beim Kirchenkreis Bielefeld.

Dechant Norbert Nacke führt jedoch eine „unterschiedliche Gottesdienstkultur“ der beiden Kirchen an. Diese hatte dazu geführt, dass im Erzbistum Paderborn teilweise an Gottesdienste festgehalten worden war. Die Resonanz darauf sei jedoch sehr verhalten gewesen, berichtet Nacke über Erfahrungen im Kollegenkreis.

Abgesagt hat das Erzbistum die für dieses Jahr geplante „Bischöfliche Visitation“ in Bielefeld, sie wird auf das Jahr 2023 verschoben. Eine solche Visitation findet in der Regel alle sechs Jahre statt und zielt in erster Linie auf Begegnungen mit den hauptberuflich und ehrenamtlich Tätigen, mit den Gläubigen sowie mit Verantwortungsträgern aus dem außerkatholischen Raum. Sie erfolgt entweder durch den Erzbischof selbst oder die Weihbischöfe als seine Stellvertreter.

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