Gottesdienst in Bielefeld mit 200 Besuchern in freikirchlicher Gemeinschaft
Ordnungsamt stellt keine Verstöße fest

Bielefeld -

Für Unruhe bei Nachbarn und Anwohnern sorgte am Mittwochabend ein Gottesdienst in einer freikirchlichen Gemeinde am Sprudelweg. Im Gotteshaus hatten sich rund 200 Menschen versammelt. Sie hielten offenbar die Regeln nach dem Infektionsschutzgesetz ein.

Samstag, 09.01.2021, 15:00 Uhr
Der Gemeindeverantwortliche Alexander Stadler versichert, dass alle Vorschriften eingehalten würden.
Der Gemeindeverantwortliche Alexander Stadler versichert, dass alle Vorschriften eingehalten würden. Foto: Christian Müller

Der Parkplatz vor dem Haus voll mit geparkten Fahrzeugen, im Haus selbst brennt Licht: Nacheinander verließen am Mittwochabend Personengruppen das Gemeindehaus und gingen zu ihren Fahrzeugen. Größtenteils mit Mund-Nase-Bedeckung, hier und da wurde sie nicht richtig getragen, in wenigen Fällen fehlte sie komplett. Auf Nachfrage beim Gemeindeverantwortlichen Alexander Stadler, versicherte er, dass alle Hygienevorschriften eingehalten wurden.

„Die Angst vor dem Infektionsgeschehen ist sehr groß, weshalb wir unser Hygienekonzept eng mit den Ordnungsbehörden abgestimmt haben. Wenn jemand aus einer Familie nur kleinste Anzeichen für eine Erkrankung zeigt, bleibt die Familie zuhause.“ Stadler erklärte weiter, dass jeder Präsenzgottesdienst von den Behörden genehmigt werden muss. „Wir sind Menschen. Unsere Seele braucht die Gemeinschaft“, sagt Alexander Stadler. „Wir haben für unsere Stadt, unser Land gebetet. Für den globalen Frieden. Wenn die Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie erneut verschärft werden, dann werden wir zu unseren Online-Gottesdiensten zurückkehren.“

Alle Anwesenden hätten sich in eine Liste eingetragen, versicherte Gemeindemitglied Waldemar Zelmer. Er verwies zudem auf die Einhaltung der Hygienevorschriften. Reihenweise waren Sitzbänke im Gemeindehaus gesperrt, an der Decke Lüftungsanlagen montiert. Im Eingangsbereich verwiesen Aushänge auf die Einhaltung der Hygieneregeln, der Einlass wurde kontrolliert.

„Die Familien kommen einzeln in unsere Gemeinde, sitzen in ihren Gruppen auf den Bänken und gehen auch in ihren Gruppen zurück zu den Fahrzeugen. Während unseres Gottesdienstes haben wir nicht gesungen, sondern die Lieder auf eine Leinwand projiziert und mit dem Klavier begleitet.“

Die Stadt Bielefeld teilte auf Nachfrage mit, dass über das Ordnungstelefon der Stadt am Abend ein Hinweis zum Gottesdienst eingegangen sei. Man habe sofort ein Team an den Sprudelweg entsandt, erklärte Sprecher Daniel Steinmeier. „Der Anrufer teilte mit, dass zu viele Leute am Gottesdienst teilnehmen würden. Wir haben die Gegebenheiten vor Ort kontrolliert und keine Mängel festgestellt.“ Letztlich seien Gottesdienste weiterhin möglich, wenn die Auflagen eingehalten werden, sagte Steinmeier.

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