Die Süsterkirche aus der Sicht des WB-Fotografen Bernhard Pierel
Schlichte Schönheit

Bielefeld (WB). -

Die Süsterkirche des ehemaligen Augustinerinnenklosters Mariental ist heute die Pfarrkirche der evangelisch-reformierten Gemeinde in Bielefeld. Wer zum ersten Mal die Kirche betritt, wird sich möglicherweise über die recht nüchterne Gestaltung des Innenraums wundern. Denn das Kirchengebäude als Versammlungsraum stellt für die reformierte Kirche keinen Eigenwert im Sinne einer besonderen Heiligkeit dar.

Dienstag, 12.01.2021, 04:23 Uhr aktualisiert: 12.01.2021, 04:30 Uhr
Das Mosaik aus dem Jahr 1929 schmückt den Chorraum.
Das Mosaik aus dem Jahr 1929 schmückt den Chorraum. Foto: Bernhard Pierel

Die schlichte Würde soll die Konzentration auf das Geschehen um Wort und Sakrament fördern. Darum findet sich im Kirchenraum kein Kreuz und keine Kerzen. Weder fest installierte Bilder noch Blumenschmuck sollen vom gesprochenen Wort ablenken.

Schlichte Schönheit - Einblicke in die Süsterkirche

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Die zwischen 1491 und 1514 entstandene Hallenkirche im gotischen Stil wurde über die Jahrhunderte durch verschiedene Um- und Zubauten immer wieder verändert.

Im Jahr 1929 erhielt der Chorraum ein aufwendiges Wandmosaik des Bielefelder Künstlers Georg Tuxhorn. Es ist bis heute das auffälligste Gestaltungselement des Kirchenraumes. Wie durch ein Wunder überstand es im Herbst 1944 den schweren Bombenangriff, der auch der Süsterkirche großen Schaden zufügte. Ursprünglich wurde es dem Bielefelder Künstler Viktor Tuxhorn zugeschrieben. Vor einigen Jahren konnte der Kunsthistoriker David Riedel die Urheberschaft des Mosaiks richtig stellen und Georg Tuxhorn zuschreiben.

Ein weiterer Hingucker ist die Kanzel, die 1892 unter Verwendung einer von Bernhard Christoph Hattenkerl für die Schlosskapelle der Sparrenburg geschnitzten Kanzel am jetzigen Standort errichtet wurde.

Die 1971 angeschaffte Kleuker-Orgel ersetzte eine Orgel der Firma Walcker und verfügt seit 1987 über fünfundzwanzig Register und 1654 Pfeifen. Es ist bereits die fünfte Orgel der Kirche. Ergänzt wird die kirchenmusikalische Begleitung seit 2004 von einem Flügel.

Im vergangenen Jahr wurde der Eingangsbereich umfassend umgestaltet. Architekt Thomas Kessler schuf einen barrierefreien Eingang, der zugleich zu einem Ort der Gedenkkultur wurde.

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