Bielefelder Start-Up-Gründer Tristan Niewöhner veröffentlicht sein erstes Buch
Eine persönliche Heldenreise

Bielefeld -

Eine Geschäftsidee zu entwickeln und daraus ein Unternehmen aufzubauen, davon ist Tristan Niewöhner schon seit seiner Kindheit fasziniert. Inspiriert hat ihn dabei auch sein Großvater, der selbst eine Firma für Landmaschinen gegründet hat.

Mittwoch, 13.01.2021, 05:30 Uhr
Existenzgründer und Startup-Coach Tristan Niewöhner
Existenzgründer und Startup-Coach Tristan Niewöhner Foto: Bernhard Pierel

Heute führt er sein eigenes Unternehmen „persomatch“ und beschäftigt zehn Mitarbeiter, mit dem er Betriebe bei der Suche nach Fachpersonal unterstützt. Außerdem ist der 33-Jährige Mitinitiator der „Fuckup Nights OWL“. Dabei handelt es sich um eine Plattform, bei der Unternehmer von ihren kleinen und großen Fehlern und Katastrophen berichten, um anderen die Angst vorm Scheitern zu nehmen und Mut zu machen, nach dem Fall wieder aufzustehen.

Er war für TecUP, das Existenzgründungszentrum an der Universität Paderborn, als Startup-Coach tätig. Auch bei der Founders Foundation in Bielefeld sammelte Niewöhner Erfahrungen. „Bei beiden Tätigkeiten ging es darum, Gründungsinteressierte zu inspirieren und zu beraten. Dabei habe ich zum Beispiel viele Startup-Veranstaltungen organisiert und Netzwerke aufgebaut. Das war für mich eine super Erfahrung, dadurch habe ich viel lernen können“, erklärt der junge Unternehmer.

Während seines Studiums der Betriebswirtschaftslehre in Paderborn absolvierte er zwei Auslandsemester in Peking und Normal (USA) und ist davon überzeugt, dass ihn diese Erfahrung weiter gebracht hat: „Ich würde jedem jungen Menschen empfehlen, diese Möglichkeit zu nutzen, wenn sie sich bietet. Zu sehen und am eigenen Leib zu erfahren, wie China und die USA als die zur Zeit großen prägenden Länder der Welt „ticken“, ist sehr wertvoll.“

Hindernisse betrachtete der 33-Jährige während seiner Reise als Prüfungen, an denen er wachsen konnte: „Auch das Gefühl, sich in einer neuen und zunächst sehr unbekannten Umgebung zurechtzufinden ist eine große Herausforderung, aber auch sehr motivierend, wenn man es geschafft hat.“

Ende Oktober 2020 hat er ein Buch über seine Erfahrungen bezüglich der Unternehmensgründung veröffentlicht und möchte auf diesem Weg sein Wissen mit anderen teilen. „Die Themenwahl fiel mir relativ leicht, ich wollte aber keinen Ratgeber schreiben, wie man richtig gründet, sondern wollte eher eine Inspiration dazu geben, sich mit dem Warum zu beschäftigen“, erklärt der Gründer seine Beweggründe.

Tristan Niewöhner vergleicht in seinem Buch „Founders Heroes“ (Gründungs-Helden) das Gründen eines Unternehmens mit einer persönlichen Heldenreise und begründet die verwendete Metapher mit dem Monomythos, der auf das Grundmuster der Heldenreise von Mythenforscher Joseph Campbell basiert. Diese besagt, dass ein Held in verschiedenen Situationsabfolgen verschiedene Phasen durchläuft, bevor er dem „Endgegner“ gegenüber steht und schließlich das Ziel passiert.

Auf seinem Gründungsweg begegnen einem große und kleine Hürden, die es zu bewältigen gilt: „Zum Beispiel ist es wichtig darauf zu achten, wie die Teamzusammenstellung intern ineinander greift.“

Mit seinem Buch möchte der Unternehmer Menschen erreichen, die dem Ruf des Abenteuers folgen möchten: „Mein Ziel ist es, mit dem Buch Menschen dazu zu inspirieren, sich mit dem Thema Gründung zu beschäftigen.“

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